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Lissabon - Porto

  

Eine Reise von Lissabon nach Porto bietet einen faszinierenden Einblick in die kulturelle und landschaftliche Vielfalt Portugals. Startend in Lissabon, einer Stadt voller Charme und Geschichte, taucht man in die lebendige Atmosphäre der Altstadt Alfama ein und entdeckt die Pracht des Belém-Turms und des Hieronymus-Klosters. Óbidos, verzaubert mit seinen kopfsteingepflasterten Gassen und der gut erhaltenen mittelalterlichen Architektur. Coimbra, eine Stadt mit einer der ältesten Universitäten Europas, beeindruckt mit ihrem kulturellen Erbe und der pulsierenden Studentenszene. Viseu ist für seine reiche Geschichte, Weinproduktion und charmanten Plätze bekannt. In Braga erwartet  den Besucher die prächtige Kirche Bom Jesus do Monte und die historische Altstadt, die von einer lebendigen Atmosphäre geprägt ist. Schließlich erreicht man Porto, eine Stadt, die für ihre Portweinkeller am Ufer des Flusses Douro berühmt ist. Die farbenfrohen Häuser der Ribeira, die majestätischen Brücken und die lebendige Kultur machen Porto zu einem unvergesslichen Ziel.

Diese Rundreise bietet nicht nur einen Einblick in die reiche Geschichte und Architektur Portugals, sondern auch in die Vielfalt der Landschaften, von malerischen Küsten bis hin zu sanften Hügeln des Landesinneren. Sie ermöglicht es, das Beste Portugals zu erleben und dabei unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.

Eure Reise im Detail

1. Tag: Ankunft Lissabon

Lissabon, die Hauptstadt Portugals, auch „die weiße Stadt“ auf sieben Hügeln genannt, liegt direkt am Ufer der Tejomündung.

Je nach Ankunftszeit des Fluges ist noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel in der Unterstadt des Zentrums Lissabons – Baixa – vom Rossio-Platz zur Praça do Comércio. Dieser Teil der Altstadt wurde in schwere Mitleidenschaft gezogen, als die Stadt am 1. November 1755 von einem schweren Meerbeben mit Tsunami heimgesucht wurde. Hier befinden sich heute die wichtigsten Geschäftsstraßen Lissabons, die zum Flanieren einladen.

2. Tag: Lissabon

Der heutige Tag ist der Hauptstadt Portugals gewidmet. Sie ist die größte Stadt Portugals mit etwa 545.000 Einwohnern und wird zu Recht als eine der schönsten Metropolen Europas bezeichnet.

Bei einer kleinen Stadtrundfahrt bekommt Ihr einen ersten Überblick über diese malerische Stadt. In offener Reihenfolge startet Ihr am Rossio-Platz, dem Verkehrsknotenpunkt Lissabons. Vorbei geht es am klassizistischen Nationaltheater der Stadt Teatro Nacional D. Maria II. über die Prunkstraße Avenida de Liberdade, deren Bau sich an der Pariser Champs-Élysées inspirierte, zum Platz Marqués de Pombal – hier findet man eine Statue, die zu Ehren des aufgeklärten Ersten Ministers und bedeutendsten portugiesischen Staatsmannes des 18. Jh. aufgestellt wurde. Von hier aus führt Euch der Weg zur Stierkampfarena Campo Pequeno aus dem 19. Jh., zum Park Eduardo VII. – so benannt nach dem Besuch des englischen Königs 1904 – dem größten Stadtpark Lissabons. Weiter geht es Richtung Hafen mit einem Blick auf die Brücke des 25. Aprils, ebenso wie auf das Wahrzeichen der Stadt Cristo Rei – eine 113 m hohe Christusstatue, die auf der südlichen Seite des Tejo liegt. Am Kongresspalast vorbei kommt man zum Hieronymitenkloster Mosteiro dos Jeronimos aus dem 15. Jh., eines der bemerkenswertesten Sakralbauten der Welt und ein bedeutendes Beispiel der überreich dekorierten Manuelinik – eine portugiesische Variante der Spätgotik; bei einer Besichtigung sieht man den wundervollen Kreuzgang, ebenso wie das Grab Vasco da Gamas und den Kenotaph, der zu Ehren des wichtigsten Dichters Portugals – Luís de Camões – aufgestellt wurde. Der nächste Halt ist an der Torre de Belém, die das bekannteste Wahrzeichen Lissabons ist – ein Turm, der im manuelinischen Stil im 15. Jh. gebaut wurde. Sowohl der Turm wie auch das Hieronymitenkloster wurde von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Ein weiterer Fotostopp am Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos ist ein Muss. Es wurde zum 500-jährigen Todestag Heinrich des Seefahrers aufgestellt und soll an die glorreiche Zeit der Entdeckungen der Seefahrernation Portugals erinnern. Es hat die Form einer Karavelle und zeigt Heinrich den Seefahrer am Bug, der eine kleine Karavelle in der Hand hält, ebenso wie weitere wichtige Persönlichkeiten der portugiesischen Geschichte wie den Seefahrer Vasco da Gama, Pedro Àlvares Cabral (Entdecker Brasiliens), Fernao Magalhaes (1520 Überquerung des Pazifik) und den Schriftsteller Luís de Camões. Die Fahrt führt weiter am Hafen entlang zur Praça do Comércio, auf der bis zum Meerbeben von 1755 der Königspalast stand.

Ihr besucht die Burg São Jorge mit dem besonders sehenswerten Spitzbogen-Haus, benannt nach seinen fünf Spitzbögen und einer geschnitzten und mit Arabesken verzierten Tür aus dem 17. Jh. Man hat einen herrlichen Blick von der Aussichtsplattform der Festung über die gesamte Stadt. Bei einem Spaziergang durch das charmante bunte Altstadtviertel Alfama mit seinen verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen, wo die Zeit stehen geblieben scheint, gelangt Ihr zur Kathedrale Lissabons. Die Catedral Sé Patriarcal, auch Igreja de Santa Maria Maior genannt, wurde auf dem Platz der früheren Moschee im romanisch-gotischen Stil im 12. Jh. errichtet und ist somit die älteste Kirche der Stadt.

Am Abend empfehlen wir Euch den Besuch einer Fado-Aufführung.

3. Tag: Lissabon - Sintra - Óbidos

Nur 30 km trennen Lissabon von Sintra, eine Stadt wie aus einem Märchen entnommen. Die Kleinstadt Sintra ist bekannt wegen ihres milden Klimas und der Schönheit ihrer Landschaft – sie ist sicherlich eine der malerischsten Städte Portugals. Wegen ihrer Paläste wurde Sintra Weltkulturerbe der UNESCO. Auf einem Gang durch das historische Zentrum besichtigt Ihr den Nationalpalast Palácio Nacional de Sintra. Dieser Palast wurde Anfang des 15. Jh. erbaut und diente bis ins 20. Jh. als Sommerresidenz der portugiesischen Könige. Der Palast zeigt die Abfolge der verschiedenen portugiesischen Stile über die Jahrhunderte hinweg, hervorzuheben die Entwicklung der Fliesenkunst. Die minimalistische gotische Außenfassade wird von zwei riesigen Schornsteinen dominiert, die wie Türme aus den Küchen ragen, während im Inneren des Palastes dekorativ gestrichene Säle an die erlebnisreiche Geschichte des Palastes erinnern. Der bekannteste dieser Räume ist das Elster-Zimmer (Sala de Pegas), in dem Gemälde mit Elstern den Tratsch und die Intrigen der Hofdamen illustrieren. Der bunte, außergewöhnliche Nationalpalast Palácio Nacional da Pena wurde im 19. Jh. über den Ruinen eines Klosters errichtet. Dieses wunderschöne, malerische Märchenschloss wurde im Eklektizismus-Stil erbaut und diente Ludwig II. von Bayern als Vorbild für sein Neuschwanstein. Die Aussicht von den Terrassen ist einmalig. Das Schloss wird von einer prächtigen Gartenanlage mit einer subtropischen Vegetation umgeben, in dem kleine Rundgänge angelegt sind.

Nach etwa einer Stunde erreicht man Óbidos, bekannt als „Dorf der Königinnen“. Das Städtchen liegt am Rio Vargem und gilt als einer der Vorzeigeorte Portugals. Óbidos wird von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben, die begehbar ist. Die Altstadt zeichnet sich durch malerische, enge, blumengeschmückte Gassen aus, die mit Kopfsteinpflaster gedeckt sind. Bei der Besichtigung der mittelalterlichen Burg hat man einen herrlichen Ausblick über die Landschaft. Die Burg wurde im manuelinischen Stil dekoriert und mit Wappen versehen. Hier ist heute die Pousada do Castelo eingerichtet. Auch die Kirche Santa Maria aus dem 12. Jh. ist sehenswert, ist sie doch über und über mit Kacheln – Azulejos – verkleidet. Seit dem 16. Jh. wurde die Stadt über ein Aquädukt mit Wasser versorgt, das fast noch vollständig erhalten ist.

4. Tag: Óbidos - Tomar – Batalha – Coimbra

Nach 100 km erreicht Ihr die Stadt Tomar, die am Rio Nabão liegt. Tomar war Sitz des Templerordens im 12. Jh. – der heutige Ort entstand mit dem Bau der Klosterburg Convento de Cristo durch die Templer. Seit Jahrhunderten thront das Kloster auf einer Anhöhe über der Stadt. Es gleicht mehr einer Burg als einer Klosteranlage. Das Kernstück ist eine alte Rundkirche, in deren Inneren sich ein oktogonaler Bau befindet, dessen Grundriss an die Grabeskirche in Jerusalem erinnert. Während des 15. und 16. Jh. wurden acht Kreuzgänge hinzugefügt. Die Kombination von Burg und Kloster machen das Gebäude so einzigartig, weswegen es von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Es wurde in einer Mischung aus gotischen, barocken und manuelinischen Stilelementen errichtet. Ein idealer Rückzugsort für die Tempelritter, die eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Mauren spielten. Später sicherten die Templer dem portugiesischen König die Grenze zu Spanien. Nach der Auflösung des Templerordens wurde der portugiesische Christusorden gegründet, unter dem Tomar im 15. Jh. einen großen Aufschwung erfuhr. Der Orden errang im Laufe der Jahrhunderte Einfluss, Ansehen und Reichtum. Sehenswert ist auch die an der Praça da República befindliche spätgotische Kirche São João Baptista mit ihrem prächtigen manuelinischen Portal. Tomar gehört zum Verbund von Orten historisch bedeutender jüdischer Gemeinden, ließen sich doch hier – nach der Vertreibung aus Spanien 1492 – viele Juden nieder. Die ehemalige Synagoge aus dem 15. Jh. wurde im Laufe der Jahrhunderte für verschiedene Zwecke benützt, bis sie im 20. Jh. in ein Museum umgewandelt wurde. Direkt neben der Synagoge wurde eine Mikwe, das jüdische Bad, entdeckt.

Nach gut einer halben Stunde erreicht man die Kleinstadt Batalha. Der Ort ist vor allem wegen seines Kloster Mosteiro de Santa Maria da Vitoria (Kloster der Heiligen Maria vom Siege) bekannt, das nach dem Sieg über das Königreich Kastilien in der Schlacht 1385, in der Ebene von Aljubarrota, als Dank für den himmlischen Beistand gebaut wurde: im Volksmund wurde dieses Kloster und die Stadt schnell nach dieser Schlacht benannt – Batalha (Schlacht). Diese Klosteranlage wurde an die Dominikaner vergeben und war gut 100 Jahre lang Pantheon des Königshauses Aviz. Sie ist ein Meisterwerk der Manuelinik und besitzt einen beeindruckenden Kreuzgang. Wegen ihrer architektonischen und historischen Bedeutung zählt sie zu den wichtigsten kunsthistorischen Denkmälern des Landes, weswegen sie von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Nach knapp einer Stunde erreicht man Coimbra. Möglichkeit am Abend, eine Fado-Vorstellung zu besuchen. Der Fado de Coimbra ist eine besonders strenge Variante des Fados.

5. Tag: Coimbra - Viseu

Die Universitätsstadt Coimbra liegt am Rio Mondego und besitzt knapp 150.000 Einwohner, von denen etwa 25.000 Studenten sind. Bei der Besichtigung des Ortes erreicht man den höchsten Punkt der oberen Altstadt, an dem sich die Universität mit ihrem 33 Meter hohen barocken Uhrturm befindet; hier stand in römischer Zeit eine Burganlage, die den Übergang über den Fluss Mondego sicherte, später auch ein maurischer Alcázar und die Schlossanlage des Herzogs von Portucale. Im 16. Jh. wurde hier die alte Universität Coimbras eingerichtet, die die Älteste des Landes ist und zu einer der ältesten Europas gehört. Besonders beeindruckend ist die sogenannte Biblioteca Joanina, ein Meisterwerk des Barocks, mit ihren über 200.000 kostbaren Büchern. Auch sollte man einen Blick in die Universitätskirche werfen, die man durch ein hohes manuelinisches Portal betritt. Die Kapelle ist innen vollkommen mit Azulejos ausgekleidet. Bei einem Spaziergang zur unteren Altstadt trifft man auf die Studentenwohngemeinschaften, die sogenannten Repúblicas, die für ein reges Studentenleben in diesem Viertel sorgen. Ihr besichtigt die romanischen Kathedrale Sé Velha (Alte Kathedrale) von Coimbra aus dem 12. Jh., die der Himmelfahrt Mariens geweiht ist. Sie wurde als Wehrkirche errichtet mit Zinnen, glatten Außenmauern, ohne Türme und diente bis zum Bau der Jesuitenkirche im 16. Jh. als Bischofskirche. Im Inneren hat sie ihren romanischen Charakter fast vollständig erhalten. Sehenswert die vielen Kapitelle mit Pflanzen– und Tierdarstellungen, das spätgotische Retabel und das achteckige Taufbecken, beide aus dem 16. Jh., und der romanisch-gotische Kreuzgang.

Nur knapp 100 km entfernt liegt am Fluss Pavia die Stadt Viseu. Die Altstadt Viseus mit ihren schönen privaten oder auch bischöflichen Herrenhäusern strahlt eine Eleganz aus, weswegen Viseu auch Portugals „antiga y novilissima cidade“ (alte und sehr edle Stadt) genannt wird. Die ältesten Häuser liegen an der Praça da República. Im Zentrum der Altstadt liegt die romanische Kathedrale aus dem 12. Jh., die aber viele Veränderungen erfahren hat und mit einer Barockfassade versehen wurde. Im Inneren findet man über romanischen Säulen Verzierungen mit Steintaubändern und wappengeschmückte Schlusssteine. Vor allem beeindrucken das prächtige Chorgestühl und die Taufkapelle aus der Gründungszeit. Der Kreuzgang zeigt, neben Renaissanceelementen, manuelinische Fenster- und Portalverzierungen. Noch erhalten das romanische Kapitelhaus, in dem heute der Domschatz untergebracht ist. Gegenüber der Kathedrale steht die barocke Kirche Misericórdia aus dem 18. Jh. Der überreiche Dekor der Fassade mit ihren Giebeln und Balkonen bildet einen Kontrast zum schlichten Innenraum.

6. Tag: Viseu - Porto

Nach ca. 1,5 Stunden Fahrtzeit erreicht Ihr Porto. Porto (wörtlich: der Hafen) ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie liegt an der Mündung des Rio Douro in einer besonders schönen Lage und ist Geburtsort Heinrich des Seefahrers. In ihren Werften wurden viele Schiffe der Kriegs-, Handels- und Entdeckerflotte gebaut. Porto ist namengebend für den Portwein, der aus seinem Anbaugebiet nach Porto transportiert und von hier in die ganze Welt exportiert wird. Wegen ihrer vielen barocken Kirchen wird Porto auch als „Barockstadt“ bezeichnet. Überall dominiert Granitarchitektur. Ihr besichtigt die zweitürmigen Kathedrale Sé do Porto, die im 12. Jh. als romanische Wehrkirche mit einem Zinnenkranz erbaut, später gotisch verändert wurde und ihre letzten großen Umbauten im 17. und 18. Jh. erfuhr. Der Innenraum zeichnet sich durch seine Schlichtheit aus; umso mehr sticht der vergoldete Hauptaltar im Chor ins Auge. Besonders sehenswert ist der gotische Kreuzgang, der durch seine im 18. Jh. angebrachten blau-weißen Fliesen beeindruckt. Seit 1996 wurde die Kathedrale von der UNESCO als Weltkulturerbe deklariert. Auch der berühmte Bahnhof von Porto, der 1896 in Betrieb genommen wurde, ist ein besonderer Blickfang. Seine imposante Eingangshalle ist über und über mit Fliesenbildern verziert, die wichtige Ereignisse der Geschichte Portugals darstellen. Er gilt als einer der schönsten dekorierten Bahnhöfe Europas. Weiter geht es zur ovalen Kirche Igreja de São Pedro dos Clérigos, die Kirche der Geistlichen, welche am höchsten Punkt der Altstadt liegt. Eine doppelläufige Freitreppe führt zu ihr hinauf. Die zweistöckige barocke Fassade strahlt eine fast schlichte Eleganz aus. Der 76 Meter hohe Turm aus dem 18. Jh. diente einst wegen seiner Höhe den Seefahrern als Orientierungshilfe. Heute ist er das Wahrzeichen der Stadt. Besuch des stattlichen, klassizistischen Palácio da Bolsa (Börsenpalast) aus der Mitte des 19. Jh., der die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt in der damaligen Zeit zeigt. Das Gebäude wurde 1830 von der Handelsvereinigung Portos erbaut, um als Börse und Handelsgericht zu fungieren und Investoren in die Stadt zu locken. Die Räume im Inneren sind aufwendig verziert, vor allem sehenswert ist der sogenannte Arabische Saal (Salão Árabe), dessen Vorbild in der Alhambra Granadas in Spanien zu suchen ist. Bummel durch den ältesten Stadtteil der Stadt – Ribeira (seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO), der am Ufer des Douro beginnt und terrassenartig an den Hügel gebaut ist. Das Viertel besticht durch seine engen, gewundenen Gassen und Häusern, die sich gedrängt an die steilen Felswände schmiegen und deren Fassaden farbenfroh mit Fliesen verziert sind.

Anschließend genießt ihr die sogenannte „Sechs-Brücken-Bootsfahrt“ auf dem Douro: Unterwegs hat man wundervolle Blicke auf Portos Altstadt und auf die Portweinkellereien am linken Douroufer in der Stadt Gaia (Vila Nova de Gaia), in der sich die Kaufleute vor Jahrhunderten ansiedelten und dort noch heute ihren Geschäften nachgehen.

Besuch einer Portweinkellerei mit Führung und Weinprobe.

7. Tag: Amarante - Braga - Guimarães

In einer Stunde erreicht Ihr die Stadt Amarante, die am Támega-Fluss liegt, ein Nebenfluss des Douro. An der alten São Gonçalo–Brücke beginnt ein kleiner Stadtspaziergang. Das Kloster Gonçalo ist besonders sehenswert: an seiner Chorapsis befindet sich die wunderschöne romanische, wegen ihrer Schlichtheit ergreifende Steinmadonna Nossa Senhora da Ponte mit ihrem toten Sohn im Arm. Im Inneren bilden die vergoldeten Holzschnitzereien und eine bemerkenswerte Orgel aus dem 17. Jh. einen Kontrast zur eher schlichten Architektur des Gebäudes. Hier findet man die Grabkapelle des Heiligen Gonçalo, einem heiliggesprochenen Dominikanerabt, der sich in Amarante nach seinen Pilgerreisen nach Jersualem und Rom in der zweiten Hälfte des 12. Jh. niederließ und auf den die Stadtgründung zurückgehen soll. Sein Leben ist in Fliesenbildern in der Sakristei dargestellt. Oberhalb des Ortes findet man die Rundkirche San Pedro aus dem 17. Jh. mit viel Azulejo-Verzierung: von diesem Punkt hat man einen besonders schönen Blick auf die Gassen Amarantes.

Nach einer weiteren Stunde erreicht man Braga. Die alte Erzbischofstadt ist seit dem Mittelalter Portugals religiöse Metropole und wird wegen ihrer vielen Kirchen auch das „Rom Portugals“ genannt. Ihr besichtigt die klassizistische Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte aus dem 18. Jh.: zu ihr führt eine Via Sacra über eine beeindruckende barocke Freitreppe mit 600 Stufen und 14 Stationen hinauf, die mit symbolischen Springbrunnen und allegorischen Statuen versehen sind. Sie gilt als eine der schönsten Wallfahrtskirchen Portugals. Mit dieser Treppe überwindet man einen Höhenunterschied von 116 m. Parallel zu den Treppen findet man den Elevador do Bom Jesus, die älteste Drahtseilbahn der Iberischen Halbinsel und älteste noch erhaltene Wasserballastbahn der Welt – sie stammt aus dem Ende des 19. Jh. Die Kathedrale von Braga (Sé de Braga) ist die Älteste Portugals und gehört zu den wichtigsten Bauwerken des Landes. Die Kathedrale wurde Ende des 11. Jh. begonnen, ursprünglich im romanischen Stil erbaut, erfuhr sie im Laufe der Zeit aber viele Veränderungen, weswegen in ihr eine Stilmischung aus Romanik, Gotik, Barock und Manuelinik zu finden ist.

Nur 25 km sind es nach Guimarães. Die Stadt war nicht nur die erste Hauptstadt Portugals, sondern auch Geburtsort von König Alfonso Henriques, der das Land von den Mauren befreite. Daher auch die Bezeichnung „Wiege der Nation“. Auf dem höchsten Punkt der Stadt befindet sich das romanische Castelo de Guimarães aus dem 10. Jh., das zum Schutz der Stadt und des Klosters gebaut wurde. Das Kastell gilt als eines der besterhaltenen romanischen Festungen Portugals. Ganz in der Nähe liegt die Taufkapelle König Alfons I Capela São Miguel do Castelo aus dem 12. Jh. Ihr besichtigt den Palast der Herzöge von Bragança, der im 15. Jh. erbaut wurde. Der burgundische Stil dieses Palastes spiegelt den Geschmack wider, den Alfons I. auf seinen Reisen durch Europa erworben hatte. Er wurde bis ins 16. Jh. als Residenz der Herzöge von Bragança genutzt, danach wurde er aufgegeben und verfiel. Während der französischen Invasion  wurde er als Kaserne umgebaut, uns als solche bis 1935 genutzt. 1933 wurde es unter der Regierung von Salazar im Rahmen einer umstrittenen Restaurierungskampagne in die offizielle Residenz des Präsidenten umgewandelt. Vor allem auch sehenswert ist die malerische Altstadt von Guimarães, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Ihr schlendert entlang der wohl schönsten und ältesten Straße der Stadt, der Rua de Santa Maria, die sich vom Burg- und Palastensemble zum zentralen Platz, dem Largo da Oliveira (Ölbaumplatz) erstreckt. In der liebevoll restaurierten Altstadt, in der man viele kleine Gassen, Geschäfte und Konvente findet, trifft man auf die sehenswerte Kirche Igreja de Nossa Senhora da Oliveira aus dem 16. Jh. mit ihrem Kreuzgang, in dem ein sehr interessantes Museum eingerichtet ist. Gegenüber das ehemalige Rathaus aus dem 16. Jh. im manuelinischen Stil.

8. Tag: Abreise

Eine ereignisreiche Woche in diesem wunderschönen Land geht zu Ende. Fahrt zum Flughafen und Rückreise zu Eurem Heimatort.

Für wen geeignet

Kulturliebhaber 0%

Naturliebhaber 0%

Kulinarische Liebhaber 0%

Zusatzleistungen

Mehr als 14 besondere Zusatzleistungen.

Servicetelefon

24h Erreichbarkeit.

Öffentliche Verkehrsmittel

Wir planen diese Reise auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Behindertengerecht

Wir planen diese Reise behindertengerecht.

Wanderungen

2 deutschsprachige geführte Wanderungen buchbar.

Ruhe

Spezielle Hotelauswahl für Ruhesuchende.

Kulinarisches

Mehr als 16 kulinarische Tipps für die Reise.

Kultur

Originelle buchbare Kulturevents.

  

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