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Stadtführung Gijón

  

Gijón ist ein Kleinod, an der Grünen Küste (Costa Verde) gelegen, die sich zum Kantabrischen Meer öffnet. Im Sommer werden die schönen Strände und der Yachthafen zu einem Anziehungspunkt für Wassersportler. Seine Bewohner sind stolz auf die asturischen Landschaften mit ihren intensiven Farben, die vom Grün der Täler bis zum Blau des Meeres reichen. Gijón liegt aber nicht nur in einer malerischen Umgebung, sondern ist eine geschichtsträchtige und kulturreiche, reizvolle Stadt mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten, deren Besuch sich auf jeden Fall lohnt.

Stadtführung Gijón

Gijón stellt sich vor

Die ersten Beweise für die Anwesenheit des Menschen auf dem Gebiet,  auf dem sich heute die Stadt Gijón befindet, sind auf auf dem Berg Deva zu suchen, wo eine Reihe von primitiven Grabstätten gefunden wurden. Auch auf dem Berg Areo trifft man auf Spuren aus dem Neolithikum, in Form eines Dolmenkomplexes, der als der bedeutendste in Nordspanien gilt. Bisher hat man eine Nekropole mit 9 Grabhügeln gefunden, ebenso wie einen Steinbruch, aus dem die Menschen der Jungsteinzeit von etwa 5000 Jahren die grossen Steinblöcke gewannen, aus denen die Dolmen gebaut wurden. Die erste bekannte Siedlung (Noega) befindet sich im heutigen Park Campa Torres, am Kap Torres. Sie stammt aus dem 6. und 5. Jh. v. Chr., und wurde von Asturiern besiedelt und später romanisiert. Es handelt sich hierbei um eine der wichtigsten befestigten Siedlungen Nordspaniens. Noega wurde jedoch im Zuge der Gründung der römischen Stadt auf der Halbinsel Cimadevilla nach und nach aufgegeben. Diese Stadt, die zweifellos eine der bedeutendsten im römischen Asturien war, muss ein wichtiger Hafen an der kantabrischen Seestraße gewesen sein. Wichtige archäologische Funde aus dieser Zeit sind die Überreste der römischen Thermen von Campo Valdés, die römische Stadtmauer und die Fabrik für gesalzenen Fisch.

Der Niedergang des Römischen Reiches führte zum Auftauchen der so genannten „Barbarenvölker“, der Vandalen und der Sueben, die sich hier nur einige Jahrzehnte, ab der ersten Hälfte des 5. Jh. n. Chr., niederließen. Aus dieser Zeit sind aber kaum archäologische oder schriftliche Reste überliefert. Nach ihnen kamen die Westgoten, aber auch sie blieben nur etwa hundert Jahre.

Wenn die westgotische Periode kurz war, war die muslimische Periode noch kürzer. Sie dauerte ganze neun Jahre. Die Ankunft der Muslime in Asturien erfolgte im Jahr 713, und Gijón wurde zur Hauptstadt der Mauren unter dem Kommando von Munuza. Diese sehr provisorische Besiedelung dauerte bis 718 oder 722, als Pelayo, ein lokaler Anführer oder eventuell auch westgotischer Herkunft (die Geister scheiden sich bei dieser Frage), die Schlacht von Covadonga gewann, wodurch das Königreich Asturien entstand und die sogenannte christliche Rückeroberung begann. Während des Kampfes zur Abwehr der Muslime blieb der König einige Zeit in Gijón, bis er schließlich die Hauptstadt des Hofes in Cangas de Onís errichtete, wo er auch starb. Nach der Aufgabe Gijóns durch die Mauren verlor die Stadt an Bedeutung.

Obwohl all diese frühen Kulturen ihre Spuren in Asturien hinterließen, gelang es weder den Römern, noch den Westgoten oder den Muslimen, die unnachgiebigen Völker der Region – Asturier, Peskaner oder Lugonen – vollständig zu beherrschen. Deshalb ist Asturien seit der Eisenzeit eine Region Spaniens mit alten Sitten und Gebräuchen und einer fast eigenständigen heidnischen Mythologie geblieben.
Trotzdessen wurden im Mittelalter ein Dutzend romanischer Kirchen gebaut, die in der Gemeinde erhalten sind und die von der Bedeutung sprechen, die diese Gegend auf dem Jakobsweg hatte, dem so genannten Camino del Norte (Nordweg), der bereits im 10. Jh. entlang der kantabrischen Küste nach Santiago führte.

Aber erst 1270 verlieh Alfons X. der Weise Gijón den Status einer „Puebla“ und die Stadt begann sich zu entwickeln. Aber unglücklicherweise begann, nach dem Tod von Alfons XI. im 14. Jh., ein dynastischer Kampf um die Thronfolge zwischen Pedro I. dem Grausamen, dem legitimen Nachkommen, und seinem Halbbruder Enrique de Trastámara, wodurch zu Beginn des 15. Jh. Gijón niedergebrannt und dem Erdboden gleichgemacht wurde.
Im 15. und 16. Jh. begann die Stadt wieder neu aufzuleben; es wurde ein Hafen gebaut, der den Fischfang und den Handel mit Nahrungsmitteln stark vorantrieb. Zu dieser Zeit beschränkte sich die Stadt noch auf das Bevölkerungszentrum Cimavilla auf dem Hügel Santa Catalina, und erst Mitte des 16. Jh. begann sie, sich nach Süden auszudehnen. Vor allem im 18. Jh. begann in Gijón eine bedeutende Entwicklung, bedingt durch einen königlichen Erlass, der – nach der Aufhebung des Handelsmonopols mit den Waren aus der Neuen Welt – den Hafen von Gijón für den Handel mit den amerikanischen Kolonien freigab.

Ende des  18. Jh. stagnierte die Entwicklung von Gijón aufgrund der Kriege, der französischen Invasionen und der wirtschaftlichen Umwälzungen jener Zeit. Dies änderte sich erst in den letzten Jahrzehnten des Jahrhunderts, als man begann, die Infrastrukturen zu verbessern. Der Hafen wurde zum wichtigsten in ganz Asturien und war die eigentliche treibende Kraft der Stadt, was dazu führte, dass sich kleine Fabriken ansiedelten und sich eine beginnende industrielle Tätigkeit abzeichnete.
Das 19. Jh. brachte eine große Entwicklung mit sich, bedingt durch die Ausbeutung von Kohle. Die einsetzende Industrialisierung machte die Stadt zum industriellen Zentrum Asturiens. Der alte Hafen der Stadt war zu klein für diese regen Handelsaktivitäten geworden, wodurch 1893 ein neuer Hafen, mit Werften und Produktionsstätten gebaut wurde, der zum ersten Kohlehafen der Halbinsel werden sollte. Dadurch wurde Gijón zu einer Industriestadt mit einem Bürgertum und einer städtischen Entwicklung, die neue Infrastrukturen, wie Straßen und Plätze, eröffnete. Dies führte auch zu öffentlichen Einrichtungen wie Wasserversorgung, Müllabfuhr, Gas- und später elektrische Beleuchtung. Gijón beschäftigte nun eine große Zahl von Arbeitskräften und auch der Anbau von Tabakblättern brachte der Stadt einen gewissen Reichtum ein; er war der erste wichtige Industriezweig, in dem vor allem Frauen arbeiteten. Aber es waren die Eisen- und Stahlindustrie, die seit dem Ende des 19. Jh. zur treibenden Kraft der Stadt wurde. Mit ihr kamen neue architektonische Bewegungen wie der Modernismus, der in Gijón mit den Strömungen des Eklektizismus, Historismus und Regionalismus koexistierte.

Im 20. Jh., mit dem Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs im Juli 1936, blieben die Stadt und ihre Einwohner der republikanischen Regierung treu. Trotz ihres Widerstandes wurde die Stadt schließlich im Oktober 1937 von General Franco besetzt. Die letzten Jahrzehnte des 20. Jh. brachten die industrielle Krise mit sich, von der vor allem die Eisen- und Stahlindustrie und der Marinesektor betroffen waren.

Beispiel für einen Stadtrundgang

Sie treffen Ihren Guide an der Escalerona (Treppe Nr. 4 am Strand von San Lorenzo. Entdecken Sie mit ihm wie die Einwohner in vorrömischer, aber auch zur Zeit Kaiser Augustus lebten – die Besichtigung der Thermenanlage ist ein Muss auf Ihrer Stadtbesichtigung. Erfahren Sie mehr über Don Pelayo, der Asturien eroberte und König des Reiches wurde. Sie spazieren zum Zentrum der Stadt und erleben das bunte Treiben auf der Plaza Mayor, mit seinem traditionellen Markt und seinen Sidrerías. Weiter geht es zur Altstadt, dem Stadtviertel Cimadevilla, das noch den typischen Charakter eines Fischerdorfes erhalten hat. Spazieren Sie durch die verwinkelten Gassen dieses Fischerdorfes und entdecken Sie die malerischten Ecken und Plätze dieses Viertels. Sie besichtigen den Palast Revillagigedo, der der Königsfamilie als Sommerresidenz diente. Weiter geht es zum Geburtshaus des berühmtesten Sohnes der Stadt – Gaspar Melchor de Jovellanos, der einer der Anführer der Spanischen Unabhängigkeitsbewegung gegen Napoleon war – Ihr Guide wird Ihnen alles über seine aufgeklärten Ideen erzählen. Nehmen Sie sich die Zeit für eine kleine Pause und probieren Sie die typische Sidra (Apfelwein). Nicht verpassen darf man die Skulptur von Chillida “Elogiar al Horizonte” (“Den Horizon Preisen”) – von hier aus hat man einen phantastischen Blick auf die überwältigende Weite des Kantabrischen Meeres. Sie beenden Ihre Tour im quirligen Hafenviertel, in dem Sie die Gelegenheit haben werden, eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen.

Details

Die Führungen in Gijón dauern zwischen 2.5 und 3.5 Stunden. Je nachdem wie Ihr Programm aussehen soll lassen sich die Führungen beliebig ausbauen.

Aufgrund der starken Nachfrage an deutschsprachigen Stadtführer empfiehlt es sich frühzeitig zu buchen.
Gerne reservieren wir auch die von Ihnen gewünschten Sehenswürdigkeiten in Gijón.

Auf einen Blick

Sprachen

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Deutsch, Englisch und Spanisch

Dauer

Dauer

ca. 2,5 Stunden

Transfer

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Gerne organisieren wir Ihre Abholung vom Hotel.

Preis

Preis

1-25 Personen 180,00 Euro

Monumente

Monumente

Eintrittskarten für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten inklusive.

Informationen

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Die Stadtführung ist fußläufig und benötigt keinen Transport. Alle Monumente und Sehenswürdigkeiten liegen nahe beisammen.

Wo & Kontakt

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