Wanderung auf El Hierro - La Llanía
Die Sierra Nevada ist das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel. Es erstreckt sich über zwei Provinzen Andalusiens, Granada und Almería, und ein Teil des Gebirges wurde – wegen seiner vielen endemischen Pflanzen und Tiere – 1984 als Nationalpark deklariert. Hier befindet sich auch die höchste Passstrasse und das südlichste Skigebiet Europas. Im Sommer haben Wanderer die Qual der Wahl zwischen den vielen Wanderwegen, die man in diesem Gebirge finden kann.
Der kleine Ort Abrucena befindet sich in der Provinz Almería und liegt auf einem Hügel auf einer Höhe von fast 1000 m am Oberlauf des Flusses Río Naciemineto. Weggen seiner schwer zugänglichen Lage war das Dorf bis zum 20. Jahrhundert autark und seine Bevölkerung lebte von den Erträgen ihrer Felder und Hausgärten.
Dieser schöne und einfache Rundweg führt durch die Umgebung von Abrucena, um einen Teil seiner Geschichte und der schwierigen Lebensbedingungen dieser Gegend zu entdecken. Das Gebiet ist geprägt von Überresten alter ländlicher Gebäude, einer Terrassenlandschaft und einem wichtigen Netz von Bewässerungsgräben.
Unser Wanderbeispiel für die Sierra Nevada
Rundweg La Llanía
Der leichte Rundweg La Llanía ist einer der beliebtesten Wanderungen im Nordosten der Insel. Er führt durch faszinierende Landschaften, wie den märchenhaften Lorbeerwald, über farnbewachsene Wege vorbei an Quellen zum Vulkankrater Caldera de la Hoya de Fireba. Am Ende der Wanderung erreicht man den Aussichtspunkt Mirador de La Llanía mit einem wunderschönen Blick über das Tal von El Golfo.
Die Wanderung beginnt am Rande des Dorfes, wo alte Pfade noch immer die einst isolierten Gehöfte miteinander verbinden. Man wandert vorbei an Mandel- und Olivenhainen, die die Landschaft mit ihrem intensiven Grün im Frühjahr und den warmen Erdtönen im Herbst prägen. Der Blick reicht bis in die weiten Ebenen der Provinz und bei klarer Sicht kann man sogar die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada erkennen. Im Laufe der Wanderung begegnet man immer wieder kleinen Bewässerungssystemen, die einst die Felder der Dorfbewohner speisten. Diese traditionellen Gräben sind Zeugnisse der engen Verbindung zwischen Mensch und Natur, die hier seit Jahrhunderten besteht. Ab und zu kreuzen alte Mühlenruinen den Weg, stille Zeugen einer vergangenen Zeit, als die Menschen das Wasser der Berge nutzten, um Getreide zu mahlen. Der Rundweg endet schließlich wieder im Dorf, wo die engen Gassen und weißgetünchten Häuser den Wanderer willkommen heißen.
Details
Distanz: 7 km
Schwierigkeitsgrad: leicht
Dauer: ca. 2,5 h
