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Fortaleza de la Mota – die unbekannte Burgschönheit Andalusiens


gaeatravel - Februar 21, 2024 - 0 comments

Fortaleza de la Mota

Die Burganlage Fortaleza de la Mota befindet sich in der Provinz Jaén, in der Stadt Alcalá la Real, auf dem Hügel Cerro de la Mota in 1.033 m Höhe. Diese Stadt war ein wichtiger strategischer Punkt in der Subbetischen Kordilliere, der die Vega (fruchtbare Ebene) Granadas mit dem Guadalquivir-Tal verband. Wer diese Stadt besass, hatte die gesamte Kontrolle über das Gebiet.

Der Bau der Burg geht auf das 11. Jh. zurück, als das Kalifat von Córdoba in Taifas (Kleinkönigreiche) zerfiel, die zum Teil untereinander verfeindet waren. Hierfür wurde diese Burganlage gebaut, ebenso wie verschiedene Atalayas (Wachtürme), die rund um die Burg errichtet wurden, um Nachrichten schnell weitertransportieren zu können, vor allem im Falle eines Angriffs. Diese Kommunikation erfolgte untertags durch Rauchzeichen und nachts durch Feuer. Diese Verteidigungsanlage diente auch etwa 150 Jahre als Grenze zwischem dem ziridischen bzw. nasridischen Königreich Granada und dem chrislichen Kastilien. Aufgrund dessen versuchten die Christen mehrere Male, diese wichtige Stadt mit der Burganlage einzunehmen, was erst nach einer neunmonatigen Belagerung und einer damit verbundenen Hungersnot, im August 1341 gelang. Alfons XI. zog  triumphal in die Stadt ein, woraufhin die Stadt, die zuerst nur Alcalá gennant wurde (was auf das Arabische „kalat“ – die Burg – zurückgeht), nun auch den Beinamen „Real“ (königlich) bekam. Die Stadt erhielt einen Sonderstatus: ihre Einwohner mussten keine Steuern zahlen und keinen Frondienst leisten, wodurch die Einwohnerzahl zunahm. Alfons XI. befahl den Bau einer Kirche innerhalb der Burganlage und auch die Burg selbst wurde weiter ausgebaut.

Für moderne Abenteurer und Geschichtsliebhaber bieten wir als DMC Agentur maßgeschneiderte Reisen an, die es ermöglichen, die faszinierende Geschichte der Fortaleza de la Mota hautnah zu erleben. Wir verstehen es meisterhaft, das historische Erbe mit zeitgenössischem Komfort zu verbinden, um unvergessliche Erlebnisse zu schaffen.

Die äußere Verteidigungsanlage der Medina wurde von einem breiten Zaun umgeben und umfasste mehrere Vorstädte, darunter die so genannte „Arrabal Viejo“ (Alte Vorstadt), die am besten erhalten ist. Ihr ursprünglicher Grundriss stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert, wobei von der Mauer heute nur noch wenig übrig ist.

Man betritt die Burg durch das Tor der Lanzen „Puerta de las Lanzas“, das eines der 7 Tore war, die die mittelalterliche Stadt besass. Hier versammelte sich das Militär, hier wurden Soldaten gemustert und ihnen ihr Sold ausbezahlt. Es handelt sich heute um ein Renaissance-Portal mit toskanischer Ordnung, das auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Hinter diesem Tor begann der eigentliche Einlass zur Zitadelle. Hier wurde Handel getrieben. Auf der rechten Seite befand sich das alte Viertel Alayzín mit seinen Handwerksbetrieben, Geschäften und Einrichtungen, wie z.B. ein Hospital und ein Bordell.

Die Stadt

Danach erreichte man die „Puerta de la Imagen“ (Tor der Statue), die einer der wichtigsten Zugangstore zur Burganlage war. Es handelt sich um ein monumentales Rundtor mit einem doppelten Torbogen, wobei der erste Halbkreisbögen aufzeigt, während der zweite mit Hufeisenbögen gebildet ist. Dieses Tor hatte eine ähnliche Funktion wie die „Puerta de la Justicia“ der Alhambra in Granada. Der Name bezieht sich auf eine Marienstatue, die im Inneren aufgestellt war.

Durchschreitet man dieses Tor trifft man auf die ehemaligen „Carnicerias“ – das Viertel der Metzger, aus dem 16. Jahrhundert. Hier findet man noch Reste der Abwasserentsorgung. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die alte Vorstadt und die Kirche Santo Domingo de Silos, die die erste Kirche in Alcalá la Real war und auf den Resten einer alten Moschee errichtet wurde.

Danach musste die „Puerta del Peso de la Harina“ (Tor des Mehlgewichts) durchquert werden, die die Zitadelle mit dem oberen Platz verband. Hier wurden die Waren kontrolliert, die in die Stadt gebracht wurden und auch die jeweiligen Abgaben gezahlt. Im Inneren der Mauern wurden Wohnungen und andere Gebäude in Terrassen angelegt, wie z.B. ein Kornspeicher und andere Lagerräume, die in natürlichen Höhlen eingerichtet wurden. Auch eine Apotheke ist hier zu finden. Die Medizin in christlicher Zeit lag zuerst in Händen der Klöster, später in Kathedralschulen und Universitäten. Hierbei nahm die Überlieferung der arabischen Medizin bereits eine bedeutende Stellung ein.

Die eigentliche Stadt nimmt das gesamte Plateau auf der Spitze des Hügels von La Mota ein. Man findet hier zum Teil noch Originalboden in Fischgratmuster, ebenso wie Häuser und Bodegas aus dem 15. – 18. Jahrhundert, die über die ursprüngliche islamische Stadt Medina gebaut wurden. Hier liegt eine Taberne, in der sich die Arbeiter nach einem anstrengendem Arbeitstag aufhielten. In dieser Taberne wurde der Wein in Krügen verkauft. Sie war in zwei Bereiche aufgeteilt, ein Bereich mit Stühlen und Hockern, in dem die Kundschaft Wein und Essen zu sich nehmen konnte, und ein Bereich – die eigentliche Bodega – wo der Wein aufbewahrt wurde. Diese Art von Tabernen war normalerweise im Besitz des Stadtrates und war somit städtischen Regeln unterworfen – es wurde festgelegt, wieviele Tabernen sich in der Stadt befinden durften, ebenso wie der Weinpreis. Diese Tabernen waren 24 Stunden geöffnet, ausser Sonntags, an diesem Tag durften sie erst nach der Hauptmesse geöffnet werden.

Ein Markt diente zur Versorgung der Bevölkerung. Aus dem ganzen Umland kamen Besucher, die hier einerseits Produkte einkauften, andererseits aber auch ihre Waren zum Verkauf darboten. Dieser Markt war ein wichtiger Informationsträger und diente auch zum Feiern. Wegen der Enge des Bereiches wurde der Markt auch auf dem oberen Platz, vor der Kirche Santa María, abgehalten. In muslimischer Zeit kontrollierte der Almotacén Gewichte und Masse, und war für die Hygiene auf dem Markt zuständig.

Wir führen Sie mit unserer DMC Agentur durch diese historischen Pfade und legen einen besonderen Wert auf die Erzählungen und die Legenden, die sich um die „Puerta de la Imagen“ und die ehemaligen „Carnicerias“ ranken.

Eine Führung dieser Art lässt die Vergangenheit lebendig werden. Sie ermöglicht es den Besuchern zudem, die tiefgründige Geschichte Alcalá la Reals auf eine ganz besondere Weise zu erleben. Als Zielgebietsagentur Spanien sind wir darauf spezialisiert, maßgeschneiderte Reiseerlebnisse zu kreieren, die unsere Gäste tief in das kulturelle Erbe eintauchen lassen. Wir sorgen dafür, dass jede Tour zu einem unvergesslichen Abenteuer wird, bei dem die Schönheit und Geschichte Spaniens im Mittelpunkt stehen.

Handel zwischen Granada und Córdoba

Der gesamte Handel zwischen Granada, Córdoba und Jaén verlief über Alcalá, da diese Stadt – wegen ihrer Grenzsituation, seit 1341 von Steuern ausgenommen war. Allerdings musste auf dem Pass von Alcalá, der von Wanderern, Händlern, Soldaten und Hirten benützt wurde, ein Zoll beglichen und der „Zehnt“ für Personen, Tiere und Waren gezahlt werden. Das nasridische Granada war überbevölkert und konnte für die eigene Bevölkerung nicht mehr aufkommen, wodurch Kontakt mit Kastilien aufgenommen wurde. Von Alcalá wurde Getreide, Oliven, Obst und Gemüse importiert, ebenso wie Kühe, Ziegen und Schafe für die Fleisch- wie auch Lederherstellung. Nach der Rückeroberung von Granada 1492 verliehen die Katholischen Könige der Stadt ein Weinprivileg, um die Stadt Granada mit Wein zu beliefern.

Bei der Alcazaba handelt es sich um eine dreieckige Verteidigunsanlage, die aus drei Türmen besteht, die Torre del Homenaje, Torre de la Campana (auch Torre de la Vela genannt) und die Torre Mocha. Hohe Wehrwege verbinden die Türme im oberen Stockwerk. In der Torre del Homanaje befand sich in christlicher Zeit der Wohnsitz des Burgvogts. Diese Türme umgeben den Waffenhof „Patio de Armas“, unter dem sich zu muslimischer Zeit eine Wasserzisterne befand.

Neben der Alcazaba findet man weitere Häuser mit Bodegas und das militärische Viertel.

Der obere Platz, vor der Kirche Santa María, diente als Treffpunkt. Hier stand das Haus des Domkapitels, die Kirche mit der Kapelle des Dekans, die Sakristei, das Gerichtshaus und das Haus des Bürgermeisters und Adelshäuser. Hier wurden auch Schreibstuben und Geschäfte eingerichtet, ebenso wie ein Gefängis.

Die Kirche Santa María aus dem 16. Jahrhundert wurde über den Resten der Moschee errichtet. Von der gotischen Kirche ist heute nur noch die Kapelle des Dekans Cherinos erhalten und der Friedhof der eigenen Abtei im Inneren der Kirche, nachdem die Kirche nach einem Angriff der Franzosen 1812 ausbrannte.

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