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Route Madrid – Castilla-León – Extremadura – Castilla-La Mancha

10 Tage 

Zentralspanien – die vielleicht ursprünglichste und traditionsreichste Region Spaniens.

Auf dieser Reise tauchen Sie ein in das authentische Spanien, das Herz und die Essenz dieser stolzen Kultur. Sehen Sie die Region der Eroberer der Neuen Welt und die Stadt der 3 Kulturen Toledo. Lassen Sie sich verzaubern von diesem Landstrich, der eine Vielfalt architektonischer Besonderheiten bietet, wie Burgen, Kirchen, Klosteranlagen und Paläste – viele wurden von der UNESCO als zu erhaltendes Kulturgut anerkannt. Diese Gruppenreise findet bereits ab 10 Teilnehmer statt. Maximale Teilnehmerzahl sind 18 Personen.

  • Reiseziel

  • Kategorie

    Kulturreise
  • Für wen geeignet

    Kulturliebhaber
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Tag Anreise nach Madrid

Madrid ist Spaniens lebhafte Hauptstadt, eine Metropole mit über 3 Millionen Einwohner, die von Philipp II. wegen ihrer zentralen Lage im Zentrum Spaniens zu seiner Hauptstadt erkoren wurde, obwohl sie im 16. Jh. nicht mehr als 3.000 Einwohner zählte. Madrid wurde zur Weltstadt und ist heute ein Muss für Kunst- und Museumsliebhaber. Mit ihren von Bäumen umgebenen Alleen ist Madrid eine sehr „grüne“ Stadt. In den verschiedenen Altstadtvierteln, mit ihren Plätzen und Strassencafés, kann man eine fast dörfliche Atmosphäre schnuppern, weswegen die einheimische Bevölkerung oft von Madrid im Plural spricht – Madrid hat offiziell nie einen Stadttitel erhalten. Die beiden Hauptachsen Madrids – der Paseo del Prado, der in den Paseo de la Castellana übergeht und die Calle Alcalá, die in die Gran Vía mündet, sind gesäumt von prächtigen Gebäuden. Sehenswert ist sicherlich der Ende des 19.Jh. erbaute Atocha-Bahnhof mit seiner besonderen Wartehalle: viele dort eingesetzte Pflanzen und ein Teich, in dem sich Schildkröten tummeln, laden zum Verweilen ein. Das neue Rathaus, das Anfang des 20. Jh. am Kybele-Platz erbaut wurde, war ursprünglich das alte Postgebäude; es erinnert an einen Kathedralbau, weswegen es ganz liebevoll als „Nuestra Señora de Correos – Unsere Liebe Frau von der Post“ bezeichnet wird. Fährt man die Castellana weiter Richtung Norden kommt man an dem für Fussballfans wichtigstem Besichtigungspunkt Madrids vorbei, dem Bernabeu-Stadium, in dem Real Madrid spielt. Für Fussballliebhaber ist die Besichtigung ein Muss. Weiter im Norden befindet sich das moderne Madrid mit seinen Wolkenkratzern und Türmen – das neue Wirtschaftzentrum Madrid. Die Gran Via, die Anfang des 20. Jh. als letzte grosse städtebauliche Veränderung durchgeführt wurde, führt zum Spanischen Platz mit dem berühmten Cervantes-Denkmal, das hier als eine Huldigung an den Autor des Don Quijote aufgestellt wurde. Ganz in der Nähe befindet sich der Königliche Palast, der mehr als 2.000 Zimmer besitzt – noch heute wird er von der Königsfamilie für offizielle Anlässe benützt. Ihm gegenüber wurde die Almudena, die Kathedrale Madrids, gebaut, deren moderne Bilderausstattung einen reizvollen Kontrast mit dem Gebäude bildet. Auf keinen Fall verpassen darf man die Plaza Mayor, den Hauptplatz der Stadt, der von Arkaden umgeben wird. In einem der vielen Bars und Restaurants kann man das quirlige Treiben dieses Platzes auf sich wirken lassen. Auch die Puerta del Sol mit ihrem Null-Kilometerstein, von dem die Kilometerzählungen der wichtigsten Strassen Spaniens ausgehen, ist ein Muss bei der Besichtigung. Hier befindet sich auch die Skulptur des Bären, der sich zu den Früchten eines Erdbeerbaumes reckt - das berühmte Stadtwappen Madrids. Für Kunstliebhaber ist der Besuch des Prado-Museums ein absolutes Highlight. Das Prado-Museum gehört zu den wichtigsten Pinakotheken der Welt. Hier befinden sich viele berühmte Werke der spanischen Maler Velázquez, Goya, Zurbarán, Ribera und Murillo. Weitere Genies wie Tizian, El Greco, Dürer und Hieronymus Bosch sind ebenfalls vertreten. Die Kunstsammlung Thyssen-Bornemisza, die hochkarätige Gemälde vom Mittelalter bis zur Pop-Art zeigt, ist eine der wertvollsten Privatsammlungen der Welt. Wer moderne Kunst liebt kann das Reina Sofía-Museum aufsuchen, in dem wichtige Schöpfungen moderner spanischer Maler wie Dalí, Miró und Juan Gris unter anderem ausgestellt sind. Das wichtigste Gemälde ist sicherlich Picassos „Guernica“. 2 Übernachtungen in Madrid
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Tag San Lorenzo de El Escorial 

Der heutige Tag ist der monumentalen klösterlichen Königsresidenz und Palaststadt San Lorenzo de El Escorial gewidmet, die Philipp II. im 16. Jh. am Hang der Sierra de Guadarrama auf 1055 m Höhe erbauen liess. Sie war das politisches Machtzentrum Phillips II., der hier zurückgezogen 14 Jahre lang lebte und sein Weltreich regierte; sie verband Kirche und Kloster, königliche Grablege, Verwaltungs- und Wohnpalast. Die Klosteranlage ist UNESCO-Weltkulturerbe, wurde in Granit erbaut, und ist einer der grösssten Renaissancebauten der Welt. Diese Anlage, von vielen Spaniern als das achte Weltwunder bezeichnet, ist ein wuchtiges und unnahbares Monument der Gegenreformation. Neben dem Pantheon der spanischen Habsburger und Bourbonen, kann man die Klosterkirche, die Bibliothek, eine hervorragende Gemäldesammlung und die asketisch und schlichten Gemächer Philipps II. besichtigen. Wieder zurück in Madrid bleibt noch Zeit um im wunderschönen Park El Buen Retiro zu flanieren, der die grüne Lunge Madrids bildet. Dieser Park besitzt die stattliche Grösse von 143 ha, in dem viele Brunnen und kleine Teiche, ebenso wie ein künstlich angelegter See zum Verweilen einladen.
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Tag Ávila

Von Madrid nach Ávila sind es etwa 1,5 Stunden Fahrt. Das Guadarrama-Gebirge, das die autonomen Regionen Madrid und Castilla-León trennt, ist ein Teilgebirge des Zentralmassivs und erreicht mit dem Peñalara seine höchste Erhebung mit knapp 2.500 m. Kastilien und León, auch Alt-Kastilien genannt – Spanien grösste autonome Region mit ca. 94.000 km2 – ist die Region der stolzen Städte, das Land der Burgen – was der Name wörtlich übersetzt bedeutet. Unzählige Burgen, Paläste, Klosteranlagen und Kirchen zeugen von dieser reichen Vergangengheit. Sie war das Zentrum der Macht, hier wurde im 16. Jh. Weltgeschichte geschrieben, als Spanien zu dem Weltreich wurde, in dem die Sonne nicht unterging. Die kleine Stadt Ávila, am Fluss Adaja gelegen, besitzt knapp 60.000 Einwohnern . Sie liegt auf einer Höhe von 1.135 Metern, womit sie zur höchstgelegensten Provinzhauptstadt Spaniens wird. Sie wurde von der UNESCO auf die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Die bekannteste Persönlichkeit der Stadt ist sicherlich die Heilige Teresa, die als die grösste Mystikerin des Mittelalters gilt und deren Spuren man überall in der Stadt finden kann. Fährt man auf die Stadt zu, so nimmt einem zuerst der über zwei Kilometer lange, geschlossene Mauerring (11.-14. Jh.) mit seien 88 Türmen und 9 Eingangstoren den Atem. Man sollte einen Stopp an den sogenannten „Cuatro Postes“ einlegen, einem Aussichtspunkt, von dem man einen besonders schönen Blick auf die Stadt hat. Die Altstadt im Inneren des Mauerringes charakterisiert sich durch verwinkelte Gassen und wird geprägt von romanischen Kirchen und gotischen Stadtpalästen. Die Kathedrale El Salvador, die einst ein Teil der Stadtbefestigung war, wurde im 12. Jh als romanische Kirche begonnen – diese halbrunde romanische Apsis wurde in den Stadtmauerring hineingebaut; dann aber setzte sich die Gotik durch, wodurch sie als die älteste gotische Kathedrale Spaniens gilt. Die romanische Basilika San Vicente gehört zu den Höhepunkten der spanischen Romanik. Der Bau ist dem Heiligen Vinzenz geweiht, ein Diakon aus Huesca, der als Märtyrer in der Römerzeit hingerichtet wurde. An der Stelle seiner Enthauptung befindet sich die Krypta; der Sarkophag, auf dem das Leben und Märtyrertum dieses Heiligen eindrucksvoll dargestellt ist, wurde neben dem Altar aufgestellt. In der überaus reich verzierten Fassade wird unter anderem die Geschichte des armen Lazarus und dem reichen Prasser erzählt. Die Apostel scheinen lebhafte Gespräche zu führen. Die Bildhauerarbeiten gehören trotz ihres schlechten Erhaltungszustand zu den Meisterwerken der romanischen Skulputren Spaniens. Ausserhalb der Stadtmauer befindet sich das Kloster Santo Tomás aus dem 15. Jh. , in dem der einzige Sohn der Katholischen Könige, Prinz Juan, bestattet ist. Sein Grabmal wurde in Alabaster gefertigt und zeichnet sich durch einen grossen Realismus aus. Übernachtung in Ávila
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Tag Salamanca

Nach einer Stunde Fahrtzeit erreicht man Salamanca. Salamanca ist sicherlich eine der schönsten Städte Spaniens. Die ganz in Kalkstein erbaute Altstadt ist eine Augenweide und wurde deswegen auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Mit knapp 145.000 Einwohner ist sie überschaubar und alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuss erreichbar. Sie liegt auf fast 800 m Höhe am Fluss Tormes, über den die alte römische Brücke aus dem 1. Jh. n. Chr. führt, die der einzige noch erhaltene architektonische Bau aus dem römischen Salmantica ist. Auch aus der westgotischen und maurischen Zeit ist nichts mehr erhalten. Erst ab dem 11. Jh. wurde die Stadt nach der christlischen Rückeroberung wiederbevölkert. Salmanca besizt eine alte Universitätstradition, befindet sich hier doch eine der ältesten Universitäten Europas, neben Bologna, Paris und Oxford. Sie wurde im 13. Jh. gegründet und ist heute noch in Betrieb. Hier studierten grosse kastilische Schriftsteller wie Miguel de Cervantes und Lope de Vega. Besonders sehenswert ist die Fassade im Plastereskenstil der Alten Universität. Die ganze Fassade ist mit einem Skulpturenmeer versehen, in dem natürlich – als obligatorische Aufgabe – der Frosch gesucht werden muss. Nicht verpassen darf man die alten Hörsäle, den Festsaal (Paraninfo) und die alte Bibliothek mit ihren wertvollen Inkunabeln aus dem 15. Jh., Manuskripten und Büchern aus dem 16.-18. Jh. Im Universitätsmuseum, das sich im Gebäude der Escuela Menores befindet, das nur ein paar Schritte entfernt ist, ist der Himmel von Salamanca mit seinen astrologischen und antik-mythologischen Elementen ein besonderer Höhepunkt. Weitere Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt sind die alte Kathedrale aus dem 12. und die neue Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert. Die neue Kathedrale wurde im spätgotischen Stil gebaut, nachem die Alte zu klein geworden war.Vor allem die Fassade erregt grosses Aufsehen durch ihre überreiche Dekoration. Abgesehen von bilblischen Szenen findet man hier einen Reichtum an floraler und figürlicher Onramentik der Zeit. Bei genauerem Hinblicken fallen Streiche der Restauratoren auf – wer findet zuerst den Astronauten? Die Casa de las Conchas, das sogennante Muschelhaus, mit ihrem wunderschönen Innenhof, ist ein Meisterwerk der Zivilarchitektur. Der Auftraggeber des Hauses war ein Mitglied des Santiago-Ordens, weswegen die Hausfassade mit Muscheln dekoriert wurde. Den Tag ausklingen lassen sollte man auf der prachtvollen Plaza Mayor, die für viele Spanier als die schönste Platzanlage Spaniens gilt. Dieser Platz aus dem 18. Jh. wird auf allen vier Seiten von Arkaden umgeben und ist heute Treffpunkt für Jung und Alt. Übernachtungen in Salamanca
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Tag Zamora

Nur 45 Minuten von Salamanca entfernt, am Duero-Fluss auf 635 m Höhe gelegen, befindet sich die Kleinstadt Zamora mit etwa 63.000 Einwohnern. Zamora ist vor allem wegen seiner romanischen Bauwerke bekannt, weshalb der Ort als die „Stadt oder Museum der Romanik“ bezeichnet wird; aus dieser Zeit stammten über 30 Kirchen. Man sollte sich der Stadt zuerst vom Süden her nähern, wo sie vom Duero abgeschlossen wird; von der Brücke Puente de Piedra hat man einen wunderschönen Blick auf die Altstadt . Sie ist von einer Stadtmauer umgeben ist, die zwischen dem 12. und 13. Jh. als Verteidigungsring um die Stadt gebaut wurde. Der absoluter Beischtigungshöhepunkt ist sicherlich die Kathedrale, die auf der höchsten Stelle der Stadt gebaut wurde; sie ist eine der ältesten spanischen Kuppelkirchen und wurde im 12. Jh. gebaut. Besonders hervorzuheben ist ihre Vierungskuppel, die mit ihren „Fischschuppen“ aus Stein byzantinischen Einfluss aufzeigt. 4 kleinere Kuppeln und 4 Giebel sind dem Kuppeltambour vorgelagert und verstärken ihn. Weitere wichtige Elemente der Kathedrale sind der 45 m hohe Turm El Salvador aus dem 13. Jh im romanischen Stil und das Eingangsportal Puerta del Obispo. Gleich nebenan befindet sich die Burganlage und ist sicherlich einen Blick wert. Eine Auswahl zwischen den vielen romanischen Kirchen zu treffen, ist ein schwieriges Unterfangen. Aber nicht verpasen sollte man die romanische Kirche San Claudio aus dem 12. Jh., die ausserhalb der Stadtmauer liegt und die über wunderschöne Kapitelle verfügt, ebenso wie die dreischiffige romanische Kirche Santiago de Burgo aus dem 12. Jh. mit ihren schönen Eingangsportalen; als Beispiel einer Zivilarchitektur sei der Renaissancepalast Palacio de los Momos aus dem frühen 16. Jh. genannt, dessen Fassade noch mit Elementen im gotisch- isabellinischen Stil dekoriert ist. Nur eine halbe Stunde von Zamora entfernt, liegt das Dorf Campillo und die kleine westgotische Kirche San Pedro de la Nave. Sie stammt aus dem 7. Jh. und ist eines der wenigen Architekturbeispiele Spaniens aus dieser Zeit. Sie wurde ursprünglich am Ufer des Esla-Flusses gebaut; als dort ein Stausee errichtet werden sollte, beschloss man 1930 diese Kirche an ihren heutigen Platz zu verlegen. Stein für Stein wurde abgetragen – ein mühsames Unterfangen, das sich gelohnt hat. Die Kirche ist wegen ihres Skulpturenschmucks eine Augenweide. Florale Motive sind ebenso zu bewundern wie Szenen aus der Bibel.
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Tag Plasencia - Yuste

Nur 130 km ist Plasencia von Salamanca entfernt. Plasencia liegt in der relativ unbekannten autonomen Region Extremadura. Sie ist eines der am wenigstens besiedelten Gebiete Spaniens. Mit knapp 42.000 km2 ist sie ungefähr so gross wie die Schweiz. Sie ist sicherlich eine der ursprünglichsten Regionen Spaniens, mit einem grossen Anteil an unberührter Natur, in der viele Greifvögel zu finden sind. Diese Region ist nach wie vor sehr von Land- und Weidewirtschaft geprägt – sie ist eines der grossen Anbaugebiete für Olivenbäume und in den Steineichenhainen ernähren sich die iberischen Schweine von den Eicheln, die dem bekannten luftgetrockneten Schinken Jamón Ibérico seinen besonderen Geschmack verleihen. Eine weitere wichtige Einnahmequelle für diese Region ist der Kork, der in den vielen Korkeichenwäldern, die es hier gibt, gewonnen wird. Erst allmählich wird dieses Gebiet auch vom internationalen Tourismus entdeckt. Es ist sicherlich einen Abstecher wert, verfügt diese Gegend doch über wichtige kulturelle Sehenswürdigkeiten, wie - unter anderem - Anlagen aus der Römerzeit, Adelspaläste oder auch Kloster. Von hier stammen auch viele Eroberer der Neuen Welt, wie Cortés oder Pizarro, weswegen die Extremadura auch den „Titel“ Land der Eroberer trägt. Plasencia ist eine kleine Stadt mit etwa 40.000 Einwohnern . Sie liegt auf einer Höhe von 400 m und wird an drei Seiten vom Rio Jerte eingeschlossen. Plasencia war die erste Gründung der kastilischen christlichen Ritter in der Extremadura. Hinter der mittelalterlichen Stadtmauer verbergen sich enge Gassen, viele Adelspaläste und Kirchen. Viele der kleinen Strassen führen zum Hauptplatz Plaza Mayor, wo viele Strassencafés und Restaurants zum Verweilen einladen. An diesem Platz befindet sich das Rathaus - ein Palast aus dem 16. Jh. - der von zwei schlanken Türmen flankiert wird. Ganz in der Nähe findet man die Kathedralen der Stadt, die in einem Gebäude zusammengefasst sind. Die alte, nicht vollendete Kathedrale aus dem 13. Jh. wurde im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik errichtet, während die neue Kathedrale mit ihrer prachtvollen Renaissancefassade m 15./16. Jh. entstand. Sicherlich sehenswert sind auch der Palast der Zwei Türme „Casa de las Dos Torres“ aus dem 14. Jh., der damit der älteste Palast der Stadt ist, und der Adelspalast Palacio de Mirabel aus dem 15. Jh., der von den ersten Herzögen von Plasencia im 15. Jh. in Auftrag gegeben wurde. Nur 40 Minuten entfernt liegt die letzte Wohnstätte und Rückzugsgebiet von Kaiser Karl V., das Hieronymitenkloster Yuste. Für Karl V. wurde neben diesem Kloster sein schlichtes Wohnhaus mit einem idyllischen Garten gebaut, das man ebenso wie die Klosterkirche mit ihren Kreuzgängen besichtigen sollte. 1 Übernachtung in Plasencia
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Tag Cáceres – Mérida

Nach etwa 1 Stunde erreicht man Cáceres. Mit knapp 96.000 Einwohnern ist sie die grösste Stadt der gleichnamigen Provinz. Die beeindruckende mittelalterliche Altstadt von Cáceres, die durch eine Stadtmauer eingeschlossen wird, wurde 1986 auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Ein Spaziergang durch den hervorragend erhaltenen Stadtkern, lässt einen eintauchen in die Welt des Adels – die strengen, wehrhaften Fassaden ihrer Paläste und stolzen Herrschaftshäusern verleihen der Stadt ein besonderes Ambiente. Im Herzen der Altstadt, an der malerischen Plaza de Santa Maria befindet sich die gleichnamige romanisch-gotische Kathedrale aus dem 15./16. Jh. Es ist schwieig eine Auswahl unter den vielen Palästen und Adelshäusern zu treffen. Sehenswert sind – unter anderem - die Fassade des Bischofspalasts mit seinen Medaillons, in denen Ureinwohner Amerikas dargestellt sind, der Palacio de los Golfines Abajo und der Palacio de los Carvajal, ebenso wie die Torre Espaderos mit ihrer markanten Pechnase und der Palacio Casa de los Toledo Moctezuma, einst Wohnsitz des Enkels des berühmten Aztekenkönigs. Ein weiteres Highlight ist die am höchsten Punkt der Altstadt gelegene Zisterne, die sich unterhalb des Stadtmuseums befindet., das im Palacio de las Veletas eingerichtet ist. Vor der imposanten Stadtmauer befindet sich die Plaza Mayor mit vielen Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Der Platz ist Treffpunkt, war Makt- und Festplatz, Austragungsort für Stierkämpfe und Schauplatz für Prozessionen und besondere Feierlichkeiten. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Torre de Bujaco, die noch aus maurischer Zeit stammt und somit zu den ältesten Türmen der Stadt gehört. An ihn grenzt die Einsiedelei Ermit a de la Paz. Nur 20 Minuten entfernt befindet sich Malpartida de Cáceres, eine Gemeinde, die als „Das europäische Dorf der Störche“ deklariert wurde. Sie befindet sich in der wunderschönen Landschaft Los Barruecos, die sich durch Granitmonolithe auszeichnet, die im Verlauf von Millionen Jahren zu Steinskulpturen wurden. Hier findet man auch das Museums Vostell Malpartida, in dem - unter anderem - Werke des deutschen Künstlerls Wolf Vostell (1932-1998) ausgestellt sind, der dieses Museums ins Leben rief. Wolf Vostell war Pionier der Installations- und Videokunst und eine der herrausragenden Figuren der Fluxus-Bewegung. Nur knapp eine Stunde dauert die Fahrt nach Mérida. 2 Übernachtungen in Mérida
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Tag Mérida

Mérida ist die Hauptstadt der Extremadura. Eine Stadt mit knapp 60.000 Einwohnern, die am Guadiana-Fluss gelegen ist. Nirgends in Spanien wird man sich der römischen Geschichte so bewusst wie in Mérida. Die alte römische Metropole Augusta Emerita gilt als das Rom Spaniens. Immer wieder stösst man auf römische Gebäude und Reste. Über den Guadiana führt eine 792 m lange Brücke mit 60 Bögen, die über 2000 Jahre alt ist, eine der längsten der römischen Welt; sie war noch bis 1992 in Betrieb. Die sicherlich wichtigsten römischen Überreste sind das beeindruckende Theater und Amphitheater Méridas, letzeres mit einer Kapazität von 15.000 Zuschauern. Im römischen Theater, dessen Scenae Frons besonders gut erhalten ist, werden seit 1993 klassische Aufführungen durchgeführt. Gleich gegenüber der Ausgrabungsstätten befindet sich das Nationalmuseum für Römische Kunst, das ein Muss der Besichtigung ist. Hier werden viele Fundgegenstände aus römischer Zeit gezeigt, von Skulpturen über Mosaiken, Grabsteine, Gefässe und Münzen. Nicht verpassen darf man das sogenannte Wunder-Aquädukt - Acueducto de los Milagros - ebenso wie das Aquädukt San Lorenzo, von dem noch einige wenige Pfeiler erhalten sind, die heute von Störchen als Nistplätze benutzt werden. Auf dem Weg zum Aquädukt San Lorenzo sollte man auch einen Blick auf die Basilica de Santa Eulália werfen, die zu Ehren der Stadtheiligen Méridas gebaut wurde, die hier 303 unter Diokletian als Märtyrerin verbrannt wurde. Gegenüber des San Lorenzo-Aquädukts befindet sich der Circus Maximus, in dem Pferdewagenrennen durchgeführt wurden. Einen besonders schönen Blick auf den Circus gewinnt man von einer Aussichtsplattform im Informationszentrum. Mit 433 Metern Länge und 120 Metern Breite war er einer der grössten Veranstaltungsorte der Stadt. Er hatte Platz für 30.000 Zuschauer. Empfehlenswert ist auch die Casa del Mitreo mit ihren wunderschönen Mosaiken. Auch vom Forum sind noch einige wenige Reste erhalten, in dem verschiedene Statuen gefunden wurden. Der kleine Diana-Tempel war Teil des Forums, eventuell ein Kaiserkulttempel, in dem die römischen Kaiser als Götter verehrt wurden. Ob der Tempel tatsächlich der Jagdgöttin Diana geweiht war, ist nicht mit Sicherheit zu bestätigen. Auch die Alcazaba ist eine Besichtigung wert, wenn sie auch nicht aus römischer Zeit stammt – oder vielleicht gerade deswegen – sondern aus der maurischen Epoche. Sie wurde auf den Mauern einer römischen Festung erbaut, neben der römischen Brücke, um sie zu verteidigen. Sie ist von einer 550 m langen und 10 m hohen Mauer umgeben.
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Tag Trujillo – Toledo

Auf der Fahrt nach Toledo ist die Besichtigung des kleinen Städtchen Trujillo mit seinen knapp 10.000 Einwohnern ein Muss; es wird als die „Wiege der Eroberer“ bezeichnet. Hier befindet sich das Geburtshaus Francisco Pizarros - des Eroberers von Peru - das Museo Casa Pizarro, das viele Informationen über die Eroberung des Inca-Reiches liefert. Auch Francisco de Orellana, der Entdecker des Amazonas, wurde hier geboren und brach von hier auf, um in der Neuen Welt sein Glück – und vor allem Reichtümer - zu finden. An der Plaza Mayor, dem Hauptplatz, befinden sich die wichtigsten Bauten der Stadt, unter anderem viele Adelspaläste aus dem 16. Jh., wie z.B. der Palacio del Marqués de la Conquista, den Hernando Pizarro, ein Bruder des Eroberers Francisco Pizarro, in Auftrag gegeben hatte. Er war der einzige der Pizarro-Brüder, der nach Trujillo zurückkehrte. Direkt an der Plaza wird Francisco Pizarro gehuldigt, zu dessen Ehren man ein Reiterstandbild aufgestellt hat, das den gesamten Platz beherrscht. Hier am Hauptplatz befindet sich auch die romanisch-gotische Kirche San Martín aus dem 13. Jh. Die Altstadt zeichnet sich durch enge Gassen und romantische Winkel aus; auf dem höchsten Punkt der Stadt befindet sich die Burganlage, die usrprünglich im 9. Jh. unter den Mauren gebaut wurde und im Verlauf der Zeit einige Veränderungen erfahren hat. Auf dem Weg dorthin kommt man an der spätromanischen Kirche Santa María la Mayor aus dem 13. Jh. vorbei, die auf den Grundmauern der Hauptmoschee errichtet wurde und in deren Innerem man eine reiches Sternengewölbe und einen schönen Hauptaltar bewundern kann. Nach etwa 2 Stunden erreicht man Toledo. Toledo befindet sich in der autonomen Region Castilla-La Mancha. Diese Region wird auch Neukastilien genannt und ist das am wenigsten besiedelte Gebiet Spaniens mit nicht einmal 2 Millionen Einwohnern. Seine karge Landschaft ist geprägt durch Landwirtschaft. Hier stammt der berühmte Manchego-Käse her, der als wichtiges Nebenprodukt der vielen Schafherden, die hier weideten, hergestellt wurde. Die Hochebene ist vor allem bekannt durch Miguel de Cervantes Romanfigur des „Ritter von der traurigen Gestalt“ – Don Quijote, der hier als fahrender Ritter seine Abenteuer bestehen musste. Toledo ist die Hauptstadt von Castilla-La Mancha. Die wunderschöne, verwinkelte Altstadt liegt auf einer Höhe von 454 m und wird malerisch von einer Schleife des Tajo-Flusses eingeschlossen. Die Stadt Toledo besitzt knapp 84.000 Einwohner und wird als die Stadt der 3 Kulturen bezeichnet, da sich hier viele Spuren der 3 monotheistischen Religionen finden. Die Annäherung der Stadt sollte über eine kleine Rundfahrt um die Altstadt beginnen. Dabei überquert man die alte Alcántara-Brücke, die seit der Römerzeit als einzige Brücke über den Tajo führte. Im 13. Jh. wurde die Brücke San Martín gebaut, um den Zugang zur Stadt zu erleichtern. Unterhalb des Paradors hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt; den gleichen Blick, den auch El Greco hatte, der von hier aus die Stadt Toledo auf so meisterhafte Weise malte. Auch Toledo seht auf der Liste des Weltkulturerbes: die UNESCO bezeichnete es als eine Ehre, diese so kulturreiche Stadt auf diese Liste aufnehmen zu dürfen. Durch das wuchtige Bisagra-Tor aus dem 16. Jh., das ein riesiges Wappen Karl V. zeigt, betritt man die Altstadt. Das alte Bisagra-Tor aus dem 9. Jh., durch das Alfons VI. die Stadt nach der christlichen Rückeroberung betrat, geht vollkommen in seinem Schatten unter. Rolltreppen führen auf den Hügel hinauf, um den Besuchern den steilen Weg zu ersparen. Die gotische Kathedrale Toledos, die der Heiligen Maria geweiht ist, ist sicherlich die Hauptsehenswürdigkeit. Sie stammt aus dem 13. Jh. Toledo ist die wichtigste Diözese Spaniens, weswegen hier ursprünglich die grösste gotische Kircher der Christenheit gebaut werden sollte, deren Pläne aber nicht verwirklicht wurden. Im Inneren der Kathedrale trifft man auf eine dämmrige Beleuchtung, die durch die wunderschönen Glasfenster aus dem 14.-16. Jh. hervorgerufen wird. Hervorzuheben hierbei ist sicherlich die prachtvolle Rosette. Ein Meisterwerk ist das überwältigende Retabel der Hauptkapelle mit Szenen aus der Heilsgeschichte. Gegenüber der Hauptkapelle befindet sich der Chor, der mit Werken aus Holz, Jaspis und Alabaster versehen ist. Hinter dem Altarbereich findet man den sogenannten Transparente aus dem 18. Jh.: das Gewölbe wurde druchbrochen, um mit dem Lichteinfall - wie die Inszenierung eines barocken Theaters – die Skulpturen in diesem Bereich zu beleuchten. Auf keinen Fall darf man den Besuch der Sakristei und derem angrenzenden Museum versäumen, die eine Pinakothek ersten Ranges sind. Das Deckenfresko der Sakristei wurde von Luca Giordano gemalt; hier befindet sich auch einer der hervorragenden Apostel-Zyklen von El Greco, ebenso wie seine „Entkleidung Christi“ (Expolio). Auch Goya, Zurbarán, Velázquez, Caravaggio und Van Dyck sind in diesen Räumen zu finden. Sehenswert ist auch Synagoge Santa María la Blanca aus dem 13. Jh., die nach der Vertreibung der Juden als Kirche benutzt wurde. Sie erinnert von ihrer Architektur her mehr an eine Moschee als an eine Synagoge. Auch die kleine Moschee Cristo de la Luz aus dem Jahre 999 ist ein Kleinod der Stadt und sollte auf jeden Fall besichtigt werden. Für El Greco-Liebhaber ist die Kirche Santo Tomé mit ihrem schönen Mudéjarturm ein Muss, da sich hier das Hauptwerk El Grecos befindet: Das Begräbnis des Grafen von Orgaz. Ganz in der Nähe, im ehemaligen Judenviertel, stösst man auf die Casa El Greco, das angebliche Wohnhaus des Malers, was aber eher unglaubwürdig ist. Auch hier sind Bilder von El Greco ausgestellt, unter anderem ein weiterer Apostelzyklus. Sehenswert ist auch das Franziskanerkloster San Juan de los Reyes aus dem 15. Jh., das ursprünglich als Grablege der Katholischen Könige Fernando und Isabel geplant war. In der Kirche sieht man immer wieder die Initialen beider Könige F und Y und deren Symbole – das Ochsenjoch (yugo) und das Pfeilbündel (flechas). Der Kreuzgang gilt als einer der schönsten Spaniens und ist mit einer wunderschönen mudéjaren Holzdecke versehen, in der man auch das Wappen der Katholischen Könige findet. 1 Übernachtung in Toledo
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Tag Abreise

Heute heisst es Abschied nehmen. Nach 9 Tagen voller neuer Eindrücke geht es nach Madrid zum Flughafen, der nur etwa 1 Stunde von Toledo entfernt ist.
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