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Nordspanien stellt sich vor

Nordspanien stellt sich vor

Die autonomen Regionen Katalonien, Aragonien, Navarra, La Rioja, das Baskenland, Kantabrien, Asturien und Galizien bilden den nördlichen Teil des spanischen Festlandes. Nordspanien hat nicht viel mit dem Spanien zu tun, das Pauschaltouristen von ihren Urlauben entlang des Mittelmeeres kennen. Stattdessen locken grüne Wiesen, hohe Berge, außergewöhnliche Städte und raue Küsten.

Galizien, ein Land voller Mythen, hat landschaftlich einiges zu bieten. Hier finden sich sowohl eindrucksvolle Schluchten als auch wunderschöne, einsame Buchten entlang der Atlantikküste. Santiago de Compostela, die Hauptstadt Galiziens, ist das Ziel für alle die, die den Jakobsweg gegangen sind.

Das Fürstentum Asturien liegt östlich von Galizien und ist als Land der Industriearbeiter und Bergleute bekannt. Touristisch ist Asturien nicht sehr ausgebaut, jedoch zeigt sich die Costa Verde, die Grüne Küste, von ihrer besten Seite und besticht durch atemberaubende Landschaften. In der Hauptstadt Oviedo steht eine kleine Kirche romanischen Ursprungs, die zu Spaniens ältesten Sakralbauten zählt. Mit seinem Nachbarn Kantabrien teilt sich Asturien die Picos de Europa, das Hochgebirge am Meer.

Kantabrien liegt eingebettet zwischen dem Baskenland und Asturien. Der Golf von Biskaya (das kantabrische Meer) bildet die natürliche Grenze im Norden, das Kantabrische Gebirge das Grenzgebiet mit den Picos de Europa im Süden. Kantabrien ist für Reisende vor allem deshalb so reizvoll, weil es Berge und Küsten miteinander vereint. Santander, die Hauptstadt des Landes, ist aufgrund der dort ansässigen Sommeruniversität und den Sandstränden Ziel vieler junger Menschen.

Das Baskenland war jahrzehntelang von Terror und Gewalt geprägt. Heute finden Reisende hier ein friedliches Zusammenleben vieler Kulturen. Das hügelige Hinterland und die abwechslungsreichen Küstenabschnitte bieten unendliche Möglichkeiten für erlebnisreiche Touren. Die Stadt Donostia-San Sebastián, im Jahre 2016 zur Kulturhauptstadt gekürt, bietet kulturell ebenso viel, wie die einstige Industriemetropole und Landeshauptstadt Bilbao.
Östlich des Baskenlandes liegt die autonome Gemeinschaft Navarra. Navarra hat keinen direkten Zugang zum Meer. Die Hauptstadt Pamplona ist bekannt für die jährlich dort stattfindenden Stiertreiben. Navarra ist nur mäßig besiedelt, besticht jedoch mit reizvollen kleinen Städtchen und grünen Landschaften. Im Norden Navarras liegen die Pyrenäen, im Süden grenzt der Fluss Ebro.

Südlich vom Baskenland und Navarra befindet sich die autonome Region La Rioja. Entlang des Ebros erstrecken sich zahlreiche Weinanbaugebiete, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Durch La Rioja zieht sich auch der Jakobsweg – in Logroño machen Pilger Station auf ihrer Wanderung.

Zwischen Katalonien im Osten und Navarra im Westen liegt die autonome Gemeinschaft Aragón. Hier findet man zahlreiche Nationalparks und auch die höchsten Berge der Pyrenäen. Das dünn besiedelte Gebiet vereint eine imposante Bergwelt, die Ebene des Ebros und reicht im Süden bis zum Iberischen Randgebirge. Saragossa ist die Hauptstadt Aragóns.

Die östlichste Region Nordspaniens ist Katalonien, zwischen Mittelmeer im Südosten und den
Pyrenäen im Norden gelegen. Die Costa Brava zieht jährlich viele Millionen Badeurlauber an. Die katalonische Hauptstadt Barcelona ist immer einen Abstecher wert und Ziel kulturell interessierter Reisender.

Das Klima in Nordspanien könnte unterschiedlicher kaum sein. Tiefe Wintertemperaturen mit Schnee und Eis gibt es im Gebirge. Hier ist es auch im Sommer noch angenehm kühl. Atlantisches Klima mit gemäßigten Sommertemperaturen, milden Wintern und vergleichsweise viel Niederschlag herrscht an der Nordküste. Entlang der Mittelmeerküste sind Temperaturen um die 40 Grad Celsius hingegen keine Seltenheit.

Der gesamte Norden der Iberischen Halbinsel lässt kulinarisch keine Wünsche offen. Ob Pinchos oder Chipirones en su tinta – landestypische Gerichte und Delikatessen sollten unbedingt probiert werden.

Kleine Geschichte Nordspanien

Die Geschichte Nordspaniens ist vor allem die Geschichte des Baskenlandes. Viele Jahre Terror machten die Region weltweit bekannt – wenn auch auf sehr traurige Art und Weise. Woher die Basken kamen, lässt sich nicht eindeutig festlegen. Aufzeichnungen zur Folge gab es sie bereits lange vor der indoeuropäischen Sprache. Die Basken siedelten sich von der französischen Küste bis zu den Pyrenäen (Aquitaine) an und wechselten häufig die Herrscher. Im Mittelalter gehörte das Baskenland beispielsweise zum Königreich von Kastilien. Das spätere baskische Foralrecht, die Fueros, unterzeichnet von den jeweiligen Königen und den Herrschern der baskischen Regionen, ermöglichte es dem Baskenland, als autonome Gemeinschaft zu wirtschaften. Nach dem zweiten Karlistenkrieg im 1876 wurde die Fuero jedoch wieder abgeschafft und die jahrhundertelang andauernde Autonomie beendet. Es folgten Unterdrückungen und als Folge Verlust von Identität und Kultur. Der als radikal geltende baskische Nationalsozialist Sabino Arana sorgte im Laufe der Zeit nicht nur für die kulturelle Renaissance Nordspaniens. Er war der Ansicht, dass die Basken eine besonders elitäre Gemeinschaft seien. Um die Besonderheit zu unterstreichen, entwarf er die baskische Flagge – die Ikurriña. Als der Diktator Francisco Franco nach dem Spanischen Bürgerkrieg im Jahre 1939 die Macht übernahm, litten vor allem die Basken unter seiner Herrschaft. Francos Streben nach einer einheitlichen spanischen Sprache mussten die Basken nachgeben, die Verwendung der Ikurrina wurde ebenfalls untersagt. Baskenland und Freiheit – Euskadi Ta Askatasuna: Mit der Gründung der ETA im Jahre 1959 begann ein weiteres Kapitel in der Geschichte Nordspaniens. Was zunächst als kulturelle Unterstützung gedacht war, uferte schnell in paramilitärische Handlungen aus. Ziel war es weiterhin, das Baskenland unabhängig zu machen. In den Anfängen der ETA segneten spanische und baskische Verbände die Angriffe noch ab, da diese auch als Kampf gegen Franco angesehen wurden. Der Kampf nach Unabhängigkeit dauerte letztendlich jedoch mehr als fünfzig Jahre und kostete über tausend Menschen den Tod. Im Jahre 2011 stellte die ETA die bewaffneten Aktivitäten ein.

Die Geschichte Nordspaniens ist vor allem die Geschichte des Baskenlandes. Viele Jahre Terror machten die Region weltweit bekannt – wenn auch auf sehr traurige Art und Weise. Woher die Basken kamen, lässt sich nicht eindeutig festlegen. Aufzeichnungen zur Folge gab es sie bereits lange vor der indoeuropäischen Sprache. Die Basken siedelten sich von der französischen Küste bis zu den Pyrenäen (Aquitaine) an und wechselten häufig die Herrscher. Im Mittelalter gehörte das Baskenland beispielsweise zum Königreich von Kastilien. Das spätere baskische Foralrecht, die Fuero, unterzeichnet von den jeweiligen Königen und den Herrschern der baskischen Regionen, ermöglichte es dem Baskenland, als autonome Gemeinschaft zu wirtschaften. Nach dem zweiten Karlistenkrieg im 1876 wurde die Fuero jedoch wieder abgeschafft und die Jahrhunderte lang andauernde Autonomie beendet. Es folgten Unterdrückungen und der Verlust von Identität und Kultur. Der als radikal geltende baskische Nationalsozialist Sabino Arana sorgte im Laufe der Zeit nicht nur für die kulturelle Renaissance Nordspaniens. Er war der Ansicht, dass die Basken eine besonders elitäre Gemeinschaft sei. Um die Besonderheit zu unterstreichen, entwarf er eigens die baskische Flagge – die Ikurrina. Als der Diktator Francisco Franco nach dem Spanischen Bürgerkrieg im Jahre 1939 die Macht übernahm, litten vor allem die Basken unter seiner Herrschaft. Francos Streben nach einer einheitlichen spanischen Sprache mussten die Basken nachgeben, die Verwendung der Ikurrina wurde ebenfalls untersagt. Baskenland und Freiheit – Euskadi Ta Askatasuna: Mit der Gründung der ETA im Jahre 1959 begann ein weiteres Kapitel in der Geschichte Nordspaniens. Was zunächst als kulturelle Unterstützung gedacht war, uferte schnell in paramilitärische Handlungen aus. Ziel war es weiterhin, das Baskenland unabhängig zu machen. In den Anfängen der ETA segneten spanische und baskische Verbände die Angriffe noch ab, da diese auch als Kampf gegen Franco angesehen wurden. Der Kampf nach Unabhängigkeit dauerte letztendlich jedoch mehr als fünfzig Jahre und kostete über tausend Menschen den Tod. Im Jahre 2011 stellte die ETA die bewaffneten Aktivitäten ein.

Warum nach Nordspanien reisen

Wenn Sie in Kastilien-La Mancha ankommen, werden Sie unter Umständen das Nordspanien ist eine traumhaft schöne Region, die Sie am besten im Rahmen einer Rundreise erkunden. Sanft, rau und wild – in Nordspanien finden Sie eine Mischung aus saftig-grünen Hügeln und Wiesen, Steilküsten und einsamen Buchten sowie kilometerlange Sandstrände und blaues Meer. Dazu verfügt die Region über belebte Urlaubsparadiese sowie Berge mit über 2.000 Metern Höhe. Wer hier seine Ferien verbringt, kann jeden Tag unterschiedliche Landschaften kennenlernen, herrliche Aussichten auf die Bergwelt genießender aber sich an atemberaubenden Sonnenuntergängen am Meer erfreuen. Kulturelle Veranstaltungen, ein Besuch in den städtischen Museen sowie das pulsierende Nachtleben in den Metropolen Barcelonas und San Sebastián dürfen Sie sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Ob zum Relaxen oder für den Aktivurlaub – im Norden der Iberischen Halbinsel lassen sich unvergleichliche Ferientage erleben.