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Die Azoren stellen sich vor

Die Azoren stellen sich vor

Bei den Azoren handelt es sich um eine portugiesische Inselgruppe im Atlantik. Jede der neun Inseln versprüht ihren ganz eigenen Charme, sodass Urlauber bestens beraten sind, wenn sie sich viel Zeit für das Erkunden jeder einzelnen nehmen. Feine Sandstrände, bizarre Felsformationen, atemberaubende Blumenfelder und eine imposante Tierwelt machen die Azoren zum Geheimtipp unter den Reisezielen. Wer hier ankommt, möchte nie wieder fort.

 

Die Hauptinsel der Azoren ist São Miguel, wo rund die Hälfte der azorischen Bevölkerung beheimatet ist. Hier befindet sich auch der Flughafen Ponta Delgada, von dem aus der Reisetrip angegangen werden kann. Für São Miguel sollte man jedoch schon einige Zeit einplanen, denn hier warten viele Sehenswürdigkeiten, eindrucksvolle Berge mit tollen Aussichtspunkten sowie die typischen heißen Quellen der Insel auf Besichtigung.

Die südlichste Insel der Azoren ist Santa Maria mit ihren traumhaft schönen Sandstränden. Von São Miguel aus fahren in regelmäßigen Abständen Fähren nach Santa Maria. Die meisten Reisenden planen eine Tagestour, während der sich ohne Zeitdruck herrlich entspannen und Strand und Meer genießen lässt.

Blumenliebhaber müssen unbedingt der Azoreninsel Faial einen Besuch abstatten. Auf Faial blühen Hortensien, soweit das Auge reicht. Man kann sich kaum sattsehen an der azurblauen und violetten Blütenpracht. Ebenfalls sehenswert ist der Hafen der Inselhauptstadt Horta, von dem aus zahlreiche Touren in die Karibik gestartet werden.

Die namentlich anmutigste Insel der Azoren ist Graciosa. Lediglich vier Ortschaften befinden sich auf ihr – für Wanderer und Ruhe suchende ein ideales Fleckchen Erde. Absolut sehenswert ist der Kraterkessel Caldeira da Graciosa, der fast den gesamten südlichen Teil der Insel einnimmt.

 

Als Namensgeber der nächsten Insel fungiert der portugiesische Vulkan Pico. Als einstiger Hauptschauplatz des Walfangs ist die Azoreninsel Pico heute als Ausgangspunkt für Bootstouren, bei denen sich Wale und Delfine aus nächster Nähe beobachten lassen, touristisch attraktiv.

Die Insel Terceira wiederum blickt auf keine schöne Vergangenheit zurück, denn in den 1980er Jahren wurde die Hauptstadt durch ein Erdbeben komplett zerstört. Heute, wieder vollständig aufgebaut, zählt die Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Höhlen von Angra de Heroismo sind legendär und ein Besuch ist hier unbedingt angeraten.

 

Wer imposante Steilküsten liebt und sich die Kunst des Wellenreitens aneignen möchte, ist auf der Azoreninsel São Jorge richtig. Wer es hingegen beschaulicher liebt und eher ausgiebige Wanderungen bevorzugt, darf sich die Insel Flores nicht entgehen lassen. Als westlicher Punkt Europas besticht die Insel mit dem schönsten Wanderweg – dem Faja Granda.

Als sehr klein und äußerst beschaulich kommt dann noch die Azoreninsel Corovo daher. Mit rund 17 km², lediglich einer einzigen Straße und einem erloschenen Vulkan finden Besucher hier absolute Stille vor.

Ganzjährig mildes Klima auf den Azoren

 Böse Zungen behaupten, auf den Azoren sei einst das Aprilwetter erfunden worden. In der Tat ist es so, dass sich an nur einem einzigen Tag sämtliche klimatischen Gegebenheiten von vier Jahreszeiten zeigen können. Das vom Golfstrom geprägte und sehr schnell wechselnde Wetter sorgt dafür, dass Urlauber mit sehr viel Gepäck anreisen müssen. Neben der Badehose muss nämlich zwingend auch der dickere Pullover mit.

Grundsätzlich ist das Azorenklima jedoch ozeanisch-subtropisch. Nicht allzu heiße Sommer wechseln sich mit milden Wintern ab. Während man in Europa unter dem sogenannten Azorenhoch schwitzt, ist auf den Inseln davon nur wenig zu merken. Sehr sprunghaft und oft stündlich wechselnd, ist es aber nie lange ungemütlich. Während des gesamten Jahres herrschen aufgrund des Golfstroms Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius, sodass die Inselgruppe auch im Winter als Reiseziel attraktiv ist. Zu beachten ist ein kleines Ost-West-Gefälle – die westlicher gelegenen Inseln wie Corvo haben mehr Regentage zu verzeichnen als die östlich gelegenen wie São Migueloder Santa Maria.

 

Viele Urlauber kommen jedoch nicht ausschließlich wegen der herrlichen Natur und der unzähligen Sehenswürdigkeiten auf die Azoren. Die Inselgruppe hat auch kulinarisch einiges zu bieten. In der azoreanischen Küche werden fast ausschließlich regionale Zutaten verwendet. Fairness zu den Tieren und Frische beim Gemüse sorgen dafür, dass auch Urlauber sämtliche Speisen mit ruhigem Gewissen genießen können. Hervorragend und ein Muss ist Cozido – der traditionelle Eintopf aus der vulkanischen Erde. Am Lago do Fogo auf São Miguel findet täglich ein Schauspiel statt, das es wohl nirgendwo sonst gibt. Die Restaurants vergraben in den heißen Quellen riesige Tontöpfe, gefüllt mit Gemüse, Kartoffeln, Rind- und Schweinefleisch, Blutwurst und Chorizo, die nach rund sechs Stunden Garzeit die herrlich duftenden Schmorgerichte ergeben. Pünktlich um 12.30 Uhr am Mittag werden die Töpfe wieder ausgegraben – ein Schauspiel, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

Kleine Geschichte Azoren

Geschichte der Azoren – die „Habichtsinseln“ im Atlantischen Ozean

Offiziell wurden die Azoren erstmals in den Anfängen des 15. Jahrhunderts gefunden und betreten. Heinrich der Seefahrer und der Kapitän Diogo de Silves suchten nach dem Ende der Welt, fanden stattdessen jedoch ein kleines Archipel im Atlantik. Nur rund 1.000 Seemeilen vom Mutterland Portugal entfernt, stieß de Silves auf die erste Azoreninsel Santa Maria. Geplant war diese Route allerdings nicht – das Schiff war zuvor vom Kurs abgekommen. Anderen Kapitänen machte die Winde rund um die Vulkaninseln ebenfalls zu schaffen und so entdeckte man bis zum Jahre 1452 jedes einzelne Eiland. Den Namen Azoren verdanken die Inseln einem Vogel – dem Bussard. Die Entdecker hielten ihn allerdings für einen Habicht und nannten die Inselgruppe von nun an Açores – die Habichtsinseln.

Die Inseln im Nebel

Ob Diogo de Silves tatsächlich der erste Mensch war, der die Azoren betreten hat, ist für die meisten Geschichtsexperten eher fraglich. Viele sind der Ansicht, dass die Existenz der Inseln bereits im 12. Jahrhundert bekannt gewesen sein dürfte. So zeigen beispielsweise schon die Karten des Seefahrers Edirisi von Arabien an der Stelle des Archipels insgesamt sechs Punkte. Er nannte sie Ilhas de bruma – Inseln im Nebel.

Auch auf der aus dem Jahre 1339 stammenden Karte von Angelino Dulcert und der vieler anderer Seefahrer zeigen sich die Inseln im Atlantik. Ebenfalls berichtete eine unter genuesisch-portugiesischer Flagge gestartete Expedition vom Archipel.

Heinrich der Seefahrer und seine Schwester Isabella

Nennenswertes Interesse an den unbewohnten Inseln hatte jedoch niemand – Bodenschätze schien es keine zu geben und das Wetter auf den Habichtsinseln war lausig. Erst mit Heinrich dem Seefahrer und Diogo de Silves wurden die Azoren erneut dokumentiert. Heinrich der Seefahrer erhielt die beiden Inseln Sao Miguel und Santa Maria 1427 vom König geschenkt, konnte diese allerdings nicht eigenständig verwalten und sendet deshalb andere Kapitäne für diese Aufgabe aus.

Bei der Besiedlung der Azoren spielte Isabella von Portugal, der Schwester Heinrich des Seefahrers und Gattin von Philipp dem Guten von Burgund eine entscheidende Rolle. Nicht nur portugiesische Bauern bewirtschafteten die erste Insel Santa Maria, sondern auch Flamen – die Niederlande gehörten seinerzeit dem Herrschaftsbereich Burgund an. Und so begannen die Siedler mit der Rodung der Wälder, legten Viehweiden und Ackerflächen an und gründeten die ersten Azorendörfer. Aus Europa und Asien wurden zahlreiche Pflanzen und Nutztiere eingeführt, die Ernten gedeihten prächtig. Nach nur wenigen Jahren ließen sich auch das Mutterland Portugal sowie die zahlreichen Kolonien in Afrika mit Getreide und Gemüse, Zuckerrohr und Tee von den Azoren beliefern. Dazu galt das Archipel bald als wichtiger Haltepunkt zwischen Mutterland und Afrika. Auch Kolumbus machte im Jahre 1493 dort Halt. Da man jedoch mehr und mehr auf den Anbau von Färberpflanzen setzte, deren Abnehmer vor allem die Niederlande waren, wurde der Anbau von Gemüse und Getreide vernachlässigt, sodass es teils sogar Hungersnöte auf den Azoren gab.

Der Frieden von Lissabon

Im Rahmen des Restaurationskrieges kämpfte Portugal lange um die Unabhängigkeit und versagte im Jahre 1580 dann auch dem spanischen König Philipp II die Anerkennung. Mit allen Mitteln wurde gegen die Personalunion gekämpft und man setzte sogar Stiere dazu ein. Seinen Abschluss fand der Krieg jedoch erst im Jahre 1668 mit dem Frieden von Lissabon.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Azoren wirtschaftlich erneut äußerst erfolgreich. Der Anbau von Tee, Tabak, Orangen und Ananas brachte gute Erträge ein und die Einwohner konnten von ihren Einnahmen hervorragend leben. Als dann jedoch eine Schädlingsplage zu Ende des 19. Jahrhunderts die Orangenernte und somit auch die wirtschaftliche Blüte stoppte, investierten die Azorianer gezwungenermaßen mehr und mehr in den Walfang, um ihr Überleben zu sichern. Auch das Mutterland Portugal unterstützte und so zogen sich die Menschen wieder einmal aus der Not heraus. Da auch die Vereinigten Staaten von Amerika den Walfang für sich entdeckt hatten, heuerten allerdings viele Azorianer auf deren Walfangflotten an und wendeten den „Habichtsinseln“ dauerhaft den Rücken zu.

Azoren – die Schaltstelle zwischen den Kontinenten

Aufgrund einer weltweit zunehmenden Technisierung, wurden die Azoren zur Schaltstelle zwischen den Kontinenten. Kohlebunker auf den Inseln versorgten Dampfschiffe, die zwischen Amerika und Europa pendelten. In den Anfängen der 1930er Jahre machten dann die ersten Transatlantik-Linienflüge halt auf der Insel Horta, 1941 begann auf der Westseite der Insel Santa Maria der Bau eines Großflughafens. Die US-Luftwaffe nutzte während des Zweiten Weltkrieges eines der großen Flugfelder als Stützpunkt.

Erdbeben und Vulkanausbrüche

Überdies hatten die Azoren zahlreiche Erdbeben und Vulkanausbrüche zu verzeichnen. Im Jahre 1957 brach der Vulkan Capelinhos auf Faial aus und sorgte dafür, dass über 2.000 Menschen die Insel verlassen mussten.  Die meisten von ihnen zog es in die USA, die seinerzeit durch ein Sondergesetz die Immigration förderten. Im Jahre 1980 gab es dann ein Erdbeben auf der Insel Terceira, das die komplette Hauptstadt in Schutt und Asche legte. Das letzte Beben ereignete sich im Jahre 1998 wieder auf Faial – es kostetet 10 Menschen das Leben, Tausende wurden obdachlos.

Von der Plantage zur Milchwirtschaft

Im Zuge des EU-Beitritts wurde Portugals Plantagenwirtschaft keinerlei Bedeutung mehr beigemessen und praktisch brachgelegt. Stattdessen wurde mehr und mehr in die Milchwirtschaft investiert und diese auch subventioniert. Darüber hinaus pushte man jetzt ganz gezielt den Öko-Tourismus im Mutterland wie auch auf den Azoren. Der Ausbau des Flugverkehrs und der Infrastruktur auf den Inseln sorgte für ein immer höher werdendes touristisches Interesse, das bis heute anhält und stetig wächst.

Warum auf die Azoren reisen?

Galt Madeira früher als Rentnerparadies, zieht es heute vor allem Aktivurlauber ins

Saftige grüne Landschaften, bis ins Meer hinausragende schroffe Klippen, Geysire und Vulkane – die Azoren sind eine bezaubernde Inselgruppe, die Besucher immer wieder neu zum Staunen bringt. Wer eine Auszeit fernab von Hotelkomplexen, Partymeilen und überfüllten Stränden sucht und die Verbundenheit mit der Natur liebt, findet auf den Ilhas dos Açores sicherlich alles, was es für einen unvergesslichen Urlaub braucht. Die Inselgruppe im Atlantischen Ozean ist ein wahres Naturparadies und für Aktivurlauber und Erholungssuchende gleichermaßen geeignet.

Möchten Sie weg vom Massentourismus, überfüllten Urlaubsorten mit Ballermann-Feeling? Auf den Azoren erleben Sie die Vielfalt der einzelnen Inseln. Inmitten fast unberührter Natur können Sie die Seele baumeln lassen. Genießen Sie den Augenblick, wenn sich Delfine und Wale vor der Küste Ihrem Boot nähern, wandern Sie auf den herrlichsten Wegen entlang grüner Wiesen oder blau-blühender Hortensien, relaxen Sie an Traumstränden. Die Azoren haben viel zu bieten!

Erleben Sie Gastfreundschaft der Einwohner und die frisch zubereiteten Speisen portugiesischer Tradition. Schlemmen Sie in landestypischen Restaurants und erfreuen Sie Ihren Gaumen mit traditionellem Cozido, Meeresfrüchten wie Lapaz, fangfrischem Fisch oder gegrilltem Fleisch.